Infineon baut Geschäft mit Nokia deutlich aus
Infineon sei von Nokia als Zulieferer für neue Mobiltelefone im Einsteiger-Segment ausgewählt worden, teilte der Chipkonzern mit. Die Investoren freuts, stärkt das doch die Kommunikationssparte, die nach der Pleite von BenQ Mobile schwächelte.
Nach der Pleite seines Großkunden BenQ Mobile baut der Chipkonzern Infineon zur Freude der Börse das Geschäft mit Handy-Weltmarktführer Nokia deutlich aus. Infineon sei von Nokia als Zulieferer für neue Mobiltelefone im Einsteiger-Segment ausgewählt worden, teilte die Infineon Technologies AG mit. Ein Geschäftsvolumen wurde zwar nicht genannt, die Infineon-Aktie konnte dennoch einem Anstieg von zeitweise mehr als acht Prozent auf 11,69 Euro an der Börse in Frankfurt verbuchen.
Mit der Kooperation stärkt Infineon seine schwächelnde Kommunikationssparte. Diese sollte ursprünglich bis Mitte des Jahres endlich die Gewinnzone erreichen. Wegen der BenQ-Mobile-Pleite musste Konzernchef Wolfgang Ziebart das Ziel aber auf Ende 2007 nach hinten schieben. Da Infineon früher wie BenQ Mobile zu Siemens gehörte, waren die Geschäftsbeziehungen eng. Daher traf die Insolvenz den Zulieferer Infineon stark.
Mit Nokia war Infineon bereits zuvor im Geschäft. Nun aber liefert Infineon erstmals komplette Plattformen, auf denen unter anderem ein Prozessor, ein Transceiver und ein Speicherbaustein integriert sind. "Unser Ziel ist es, die Leistungsfähigkeit unserer Mobiltelefone im Tiefpreis-Segment zu steigern und gleichzeitig die Gerätegröße und den Stromverbrauch zu reduzieren", sagte Nokia-Manager Sören Petersen. Dafür sei die Infineon-Chip-Lösung hilfreich. (dpa) / (jk)