Umsatz- und Gewinnschwund bei Electronic Arts
Der Computerspiele-Hersteller setzte im vergangenen Quartal 675 Millionen US-Dollar um und blieb damit 6 Prozent unter dem Vorjahresvergleichsquartal.
Der weltgrößte Computerspiele-Hersteller Electronic Arts (EA) musste im vorigen Quartal einen Umsatzschwund hinnehmen. Mit 675 Millionen US-Dollar lag der Umsatz 6 Prozent unter den 716 Millionen des Vorjahresvergleichsquartals, teilt das US-amerikanische Unternehmen mit. Der Nettogewinn ging von 97 Millionen auf 51 Millionen US-Dollar zurück, ohne Berücksichtigung von Sonderposten von 98 Millionen auf 46 Millionen US-Dollar.
Den Umsatzrückgang begründet EA vor allem mit der Zurückhaltung der Käufer, die auf das Erscheinen neuer Konsolen warten. Die Xbox 360 soll zum Weihnachtsgeschäft auf dem Markt sein, die Playstation 3 wird für kommendes Frühjahr erwartet. Trotz der gemeldeten Rückgänge sind die Analysten zufrieden. Sie waren von einem Umsatz von etwa 635 Millionen US-Dollar ausgegangen, wie aus Medienberichten hervorgeht.
EA selbst sagt nun, das Unternehmen sei bestens vorbereitet auf den Start der Xbox 360. Die als erste geplanten Titel Need for Speed Most Wanted, FIFA 06, NBA Live 06, Tiger Woods PGA Tour 06 und Madden NFL 06, allesamt Neuauflagen bereits bekannter Spiele, hatte Microsoft bereits Anfang Oktober bekannt gegeben. Madden NFL 06, FIFA 06 und NBA Live 06 gehören zu den Spielen, die im vergangenen Quartal laut EA besonders zum Umsatz beigetragen haben. Dazu kommen NCAA Football 06, Burnout Revenge und The Sims 2 Nightlife. Jedes sei über eine Million Mal verkauft worden. Für das laufende, wichtige Weihnachtsquartal plant EA mehr als zwölf Titel, darunter Need for Speed Most Wanted, Harry Potter and the Goblet of Fire und The Sims 2 für Konsolen und Handhelds. Sie und die anderen Angebote sollen 1,475 Milliarden bis 1,575 Milliarden US-Dollar Umsatz erbringen.
Den größten Teil seines Umsatzes erwirtschaftete EA mit 304 Millionen US-Dollar mit Spielen für die Playstation 2. Der Umsatz ging hier im Vorjahresvergleich um 3 Prozent zurück und bei der Xbox um 4 Prozent auf 136 Millionen US-Dollar. Der Umsatz mit PC-Spielen schrumpfte gar um 35 Prozent auf 91 Millionen US-Dollar. Für den Umsatz mit Titeln für die neue Playstation Portable liegen noch keine Vorjahresvergleichszahlen vor; gegenüber dem Vorquartal steigerte sich EA hier von 33 Millionen auf 45 Millionen US-Dollar. (anw)