Vodafone stoppt UMTS-Aufbau in Tschechien

Vodafone sieht zu hohe Kosten und ein zu geringes Kundeninteresse fĂĽr UMTS in Tschechien.

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Vodafone Czech Republic hat den UMTS-Aufbau gestoppt. Wie tschechische Medien berichten, wird aus dem fĂĽr Jahresende oder Anfang 2007 geplanten Start des Vodafone-UMTS-Netzes nichts. Als Grund werden zu hohe Kosten und zu geringes Kundeninteresse genannt. Nun ĂĽberlegt Vodafone den Einstieg in DVB-H, um Fernsehsignale auf Mobiltelefone zu ĂĽbertragen. AuĂźerdem geht der EDGE-Ausbau weiter.

Die früher als Oskar bekannte Vodafone CZ hat die UMTS-Lizenz erst vergangenes Jahr für 2 Milliarden Kronen (aktuell umgerechnet 70,4 Millionen Euro) erworben. Darin wird die Inbetriebnahme für spätestens Anfang 2008 vorgeschrieben. Das Unternehmen möchte die Lizenz vorerst behalten. Die beiden größeren Konkurrenten Eurotel (Telefonica O2) und T-Mobile hatten 2001 für ihre Lizenzen wesentlich mehr bezahlt. Der ursprünglich vorgeschriebene Zeitplan wurde von den Behörden um zwei Jahre verlängert, sodass erst 2005 der tschechische Marktauftritt von UMTS stattfand. T-Mobile bietet UMTS in Prag, Eurotel versorgt zusätzlich Brünn. Außerdem betreibt die Telefonica-Tochter ein CDMA450-Netz. (Daniel AJ Sokolov) / (jk)