Wiedergabe von DRM-geschützten WMV-HD-DVDs nun möglich
KiSS präsentiert den ersten High-Definition-tauglichen DVD-Player seiner lange angekündigten 600er Reihe.
KiSS präsentiert in Hannover (Halle 20, Stand C33) den ersten High-Definition-tauglichen DVD-Player seiner lange angekündigten 600er Reihe. Das Gerät kann hochauflösende Videos mit bis zu 1920 × 1080 Bildpunkten (1080p) von DVD oder CD abspielen, die in MPEG-2, DivX oder Windows Media Video 9 (WMV HD) kodiert wurden. Das auf der CeBIT präsentierte Vorserienmodell des DP-600 gab dabei auch die WMV-HD-DVDs Tomb Raider und Timeline ohne Probleme komplett wieder. Der HD-taugliche Player der japanischen Firma I-O Data, den c't für die aktuelle Ausgabe 6/05 getestet hat, war hingegen über den bei ihnen verwendeten DRM-Mechanismus von Microsoft gestolpert. Bei allen WMV-HD-DVDs aus dem Hause Concorde sind die Hauptfilme mit digitalem Rechtemanagement geschützt; der zur Generierung der Lizenz nötige Schlüssel liegt jeweils auf der Disc vor, eine Online-Verbindung ist also nicht nötig.
Das KiSS-Modell ist dem Konkurrenzprodukt auch in Sachen Ton und Anschlüsse voraus: So hat der DP-600 im Unterschied zum I-O-Data-Player einen Audio-Decoder eingebaut, der auch WMA-Professional-Soundtracks dekodieren und über seinen 5.1-Ausgang ausgeben kann. Auch die Umschaltung zwischen den beiden Audiospuren auf den WMV-HD-DVDs funktionierte während der Filmwiedergabe problemlos. Gibt der I-O-Data-Player die hochauflösenden Videos nur über einen analogen Komponentenausgang wieder, stellt das KiSS-Modell sie zusätzlich auch über einen digitalen HDMI-Anschluss zur Verfügung. Der DP-600 soll ab Mai für rund 350 Euro in Deutschland angeboten werden. Später sollen noch Modelle mit Festplatte folgen, wobei KiSS noch keine Angaben zu den Listenpreisen machte. Alle Modelle sollen aber über einen USB-2.0-Port verfügen, über den sich beispielsweise externe Festplatten anschließen lassen. (nij)