Neuer 64-Wege-Server und schnellere Prozessoren von IBM
Mit 32 Power5+-Prozessoren bewältigt der p5-595 im TPC-C-Benchmark über 4 Millionen Transaktionen pro Sekunde.
- Michael Riepe
IBM stellte am heutigen Dienstag das neue Spitzenmodell seiner Unix-Server-Familie vor. Der System p5-595 ist mit 32 Dualcore-CPUs der Power5+-Serie ausgestattet. Dank einer neuen Fertigungstechnik namens Dual Stress Liner rennen die Power5+-Chips mit 2,3 GHz und verhelfen dem p5-595 zu Spitzenplätzen in gängigen Benchmarks wie TPC-C und SPECfp2000. Wer nicht ganz so viel Rechenleistung benötigt, bekommt den p5-595 sowie das 32-Wege-Modell p5-590 auch mit 2,1 GHz schnellen CPUs. Preise nannte der Hersteller noch nicht.
Die Dual-Stress-Technik hat IBM bislang nur in Prozessoren für Spielkonsolen eingesetzt. Sie erlaubt es, Teile des Silizium-Kristallgitters gezielt zu strecken oder zu stauchen. Dadurch soll der Chip bei gleicher Leistungsaufnahme bis zu 24 % schneller schalten.
Beide Server sollen ein Upgrade auf Power6-Prozessoren erlauben. Allerdings ist mit der nächsten Power-CPU-Generation erst in gut einem Jahr zu rechnen. Ob der Nutzer die Aufrüstung durch einen Austausch der Prozessormodule – "Books" genannt – selbst vornehmen kann, steht noch nicht fest.
Oft beherbergt ein System p5 mehrere virtuelle Machinen (LPARs). Die Verteilung und Abrechnung der genutzten Ressourcen soll der neue Tivoli Usage and Accounting Manager erleichtern. Die Software ist zunächst nur für AIX 5L erhältlich, eine Linux-Version ist geplant. Für Linux verfügbar ist hingegen die neue Version 5.4 von IBMs Hochverfügbarkeitslösung HACMP. Sie soll die Enterprise-Distributionen von Red Hat und Novell (Suse) unterstützen. (mr)