Broadcom sieht Kunden durch Patentstreit-Urteil geschĂĽtzt

Die Handy-Hersteller Samsung und Panasonic könnten Broadcom-Chips in Geräten mit WCDMA-Technik nutzen, ohne Patentklagen von Qualcomm befürchten zu müssen, teilte der künftige iPhone-Zulieferer am heutigen Montag mit.

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Von
  • Peter-Michael Ziegler

Der US-amerikanische Mobilfunkchip-Spezialist Broadcom hat auf der 3GSM in Barcelona noch einmal die Trommel für seine jüngsten Gerichtserfolge im Streit mit dem Konkurrenten Qualcomm gerührt. Die Hersteller Samsung und Panasonic könnten Broadcom-Chips in Geräten mit WCDMA-Technik (Wideband Code Division Multiple Access) künftig nutzen, ohne Patentklagen von Qualcomm befürchten zu müssen, teilte das Unternehmen am heutigen Montag mit. Ein US-Gericht habe dies auf Antrag Broadcoms entschieden.

Seit geraumer Zeit überziehen sich die beiden Konzerne gegenseitig mit Klagen wegen angeblicher Patentverletzungen und unlauteren Wettbewerbs. Ein Gericht in San Diego hatte in Sachen Video-Decoder-Chips zuletzt aber ebenso zu Gunsten von Broadcom entschieden wie zuvor die International Trade Commission (ITC) im Streit um Techniken zur Ladungserhaltung bei Mobiltelefon-Akkus. Hören wird man von den Streithähnen in den kommenden Monaten noch häufiger: Laut Broadcom sind Verfahren zu weiteren 14 Patenten anhängig.

Im vierten Quartal 2006 hatte Broadcom den Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 12,5 Prozent auf 923,5 Millionen US-Dollar steigern können. Bedingt durch hohe Sonderausgaben brach der Nettogewinn jedoch um 76 Prozent auf 45,1 Millionen US-Dollar oder acht Cent je Aktie ein. Der operative Gewinn sank auf 184,9 Millionen US-Dollar (31 Cent je Aktie), nachdem im Vorjahr noch ein Plus von 196,8 Millionen US-Dollar (34 Cent je Aktie) erwirtschaftet worden war.

Für das gesamte Geschäftsjahr 2006 weist Broadcom einen Konzernumsatz von 3,67 Milliarden US-Dollar (plus 37 Prozent) aus. Der Nettogewinn lag bei 379 Millionen US-Dollar oder 64 Cent ja Aktie. Für das laufende Quartal erwartet das Unternehmen Umsätze in Höhe von 890 bis 900 Millionen US-Dollar. Nach Angaben von Broadcom-CTO Henry Samueli ist sein Unternehmen auch am neuen iPhone von Apple beteiligt. Welche Komponenten Broadcom beisteuert, wollte Samueli aber nicht sagen. Möglicherweise handelt es sich um den Chip zur Steuerung des Touchscreen-Displays. (pmz)