Finanzielle Hilfe für Erfinder
Der Chef des Deutsche Patentamts wünscht sich, dass die Überschüsse seiner Behörde als "sanfte staatliche Unterstützung" für Existenzgründer genutzt werden könnten.
Der Chef des Deutsche Patentamts (DPMA) Jürgen Schade wünscht sich, dass die Überschüsse seiner Behörde als "sanfte staatliche Unterstützung" für Existenzgründer genutzt werden könnten. "Das Deutsche Patentamt nimmt mehr ein, als es ausgibt", sagte Schrader gegenüber Technology Review.
Das Technologie-Magazin berichtet in seiner aktuellen Ausgabe über die deutsche Erfinderszene. Und die ist verblüffend lebendig: Es ist schwierig, ein anderes Land außer Deutschland zu finden, in dem es mehr Erfinder pro 100 Einwohner gibt. Auch das Geschäftsklima für Investitionen in junge Unternehmen hat im ersten Quartal dieses Jahres einen Rekordstand erreicht. "Ich glaube, dass wir in den nächsten Jahren eine Gründerwelle erleben werden", sagt Falk Strascheg, einer der ersten Wagniskapital-Profis Deutschlands und heute General Partner der VC-Gesellschaft Extorel.
Es gibt ermutigende Anzeichen dafür, dass Deutschland eine Stagnationsphase überwindet: In einer Datenbank von Artikeln aus wichtigen deutschen Zeitungen und Zeitschriften tauchte das Wort "Innovation" selbst im Internet-Hype-Jahr 2000 erst 3124 Mal auf; für 2005 liefert das Archiv 4483 Fundstellen, für das erste Halbjahr 2006 schon mehr als 2600. Nach einer Umfrage für die Initiative "Partner für Innovation" sehen mittlerweile 45 Prozent der Deutschen Innovationen als Grundlage für neue Arbeitsplätze.
Technology Review 08/2006 ist ab Donnerstag, dem 27.7.06 am Kiosk oder portokostenfrei online zu bestellen. (wst)