LG verklagt chinesischen TV-Hersteller
Der chinesische Hersteller Thomson TCL Electronics soll vier Patente der Koreaner verletzen. Vor einem US-Gericht klagt LG jetzt auf Schadensersatz.
Der südkoreanische Elektronikkonzern LG verklagt den chinesischen TV-Hersteller Thomson TCL Electronics (TTE) wegen Patentverletzung. Wie LG mitteilte, hat das Unternehmen am 10. Februar vor einem US-Gericht in Texas Klage gegen Thomson und die in Hongkong ansässige Muttergesellschaft TCL Multimedia Technology Holdings eingereicht. Es geht um vier von LG gehaltene Patente für digitale Fernsehtechnik. LG verlangt Schadensersatz von Thomson, nachdem seit 2005 laufende Gespräche über eine gütliche Einigung nach Angaben von LG ergebnislos geblieben waren. Die strittige Technik habe LG bereits an andere Hersteller in Japan und Europa lizenziert, teilte das Unternehmen weiter mit. TTE bezieht unter anderem LCD-Panels von LG.Philips.
TTE stellt Fernseher unter verschiedenen Marken her, die Marke Thomson darf das Unternehmen in Europa noch bis Ende 2008 fĂĽhren. Thomson hatte seine Fernsehproduktion 2003 in ein Joint Venture mit dem chinesischen Konzern TCL ausgegliedert und sich eine neue Strategie verpasst. Im Zuge einer 2006 vollzogenen endgĂĽltigen Trennung von der Unterhaltungselektronik reduzierte Thomson auch seine Anteile an der TCL Multimedia. TTE hatte angekĂĽndigt, die Fertigungsstandorte in Europa aufzugeben. (vbr)