Ultraschall-Kompresse für das US-Militär
Das US-Verteidigungsministerium finanziert ein Forschungsprojekt für eine Kompresse auf Ultraschallbasis. Lebensgefährliche Blutungen sollen so direkt auf dem Schlachtfeld gestoppt werden.
Das US-Verteidigungsministerium finanziert ein Forschungsprojekt für eine Kompresse auf Ultraschallbasis. Lebensgefährliche Blutungen sollen so direkt auf dem Schlachtfeld gestoppt werden.
Die Militärforschungsbehörde DARPA will das Projekt zur "Deep Bleed Acoustic Coagulation" (DBAC, Blutgerinnung in tiefen Gewebeschichten mittels Schall) in den kommenden vier Jahren mit 51 Millionen Dollar fördern. Das geplante Gerät erinnert an eine Manschette zur Blutdruckmessung und wird um die verletzten Gliedmaßen gelegt. Statt auf die Wunde nun Druck auszuüben, wie dies bei traditionellen Schlauchbinden der Fall wäre, werden Ultraschallwellen ausgesendet, die zu einer Gerinnung in den verletzten Blutgefäßen führen, egal wie tief sie liegen.
Um den gewünschten Effekt zu erzielen, muss die Frequenz auf eine möglichst hohe Absorptionsrate abzielen. Die Intensität ist ungefähr eine Million Mal größer als bei Ultraschallbildern. Richtet man den Schall auf eine blutende Stelle, ähnelt das Ergebnis einer Kauterisation, also dem Ausbrennen der Wunde.
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