web.de sieht keine Probleme für Allianz mit United Internet

Mit dem finanziellen Polster durch die Portalübernahme will sich web.de auf den bislang unprofitablen Bereich Internet-Telekommunikation konzentrieren. Die AG mit künftig rund 80 Mitarbeitern in Karlsruhe soll einen neuen Namen erhalten.

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  • dpa

Die Karlsruher web.de AG sieht keine Probleme für die Genehmigung der vereinbarten Portalübernahme durch die Internet-Holding United Internet (GMX, 1&1). Der web.de-Vorstandsvorsitzende Matthias Greve sagte am Dienstag in Karlsruhe, die Zustimmung des Bundeskartellamts könne bis zum Sommer vorliegen.

Mit der geplanten Übernahme will die United Internet AG (Montabaur) nach eigenen Angaben den Marktführer T-Online als Portal- und Internet-Dienste-Anbieter überholen. Durch die Allianz sollen die Partner über 16 Millionen Nutzer haben. Bei T-Online sind 13,15 Millionen Internet-Anwender registriert. United Internet lässt sich das web.de-Portal insgesamt 330 Millionen Euro kosten -- 200 Millionen Euro in bar sowie 5,8 Millionen eigene Aktien.

Laut Greve sieht die Vereinbarung unter anderem vor, dass das web.de Portalgeschäft mit allen etwa 370 Mitarbeitern und angeschlossenen Diensten als eigenständige Marke in die United-Internet-Tochter 1&1 Internet AG in Karlsruhe überführt wird.

Mit dem finanziellen Polster durch die Portalübernahme will sich die web.de AG auf den bislang noch unprofitablen Bereich der Internet-Telekommunikation konzentrieren. Die AG, die künftig rund 80 Mitarbeiter in Karlsruhe umfassen wird, soll einen neuen Namen erhalten. In zehn Jahren will man nach den Plänen Greves vor allem auch durch die patentierte Kommunikationsplattform Com.Win Weltmarktführer im Segment Telekommunikation sein. (dpa) (jk)