Intel plant Preisanpassungen für August

Bereits ab August dürften die Intel Pentium-4-Prozessoren der 500er-Serie langsam durch die im Februar vorgestellte 600er-Serie mit doppelt so viel L2-Cache und der 64-Bit-Erweiterungen EM64T abgelöst werden.

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Von
  • Thorsten Leemhuis

Die Intel Pentium-4-Prozessoren der 500er-Serie dürften wohl bereits ab August langsam vom Markt verschwinden und durch die im Februar vorgestellte 600er-Serie mit doppelt so viel L2-Cache und der 64-Bit-Erweiterungen EM64T abgelöst werden. Das berichten verschiedene Online-Dienste mit Berufung auf inoffizielle Roadmaps des Prozessorherstellers.

Im Moment sind die Pentium 4 der 600er-Serie bei gleichem Takt noch zwischen 20 und 50 Prozent teurer als vergleichbare 500er-CPUs. Das will Intel wohl im August durch Preissenkungen ausgleichen. Auch ist das derzeit schnellste Modell 660 nur mit 3,6 GHz getaktet während der Pentium 4 570J bereits mit 3,8 GHz zu haben ist -- noch im zweiten Quartal will Intel hier wohl noch ein schnelleren Pentium 4 670 nachlegen, der mit einem Einkaufspreis von 850 US-Dollar in Tausender-Stückzahlen anfangs über 200 US-Dollar teurer sein dürfte als der 570J und fast in die Preisbereiche der um 1000 US-Dollar teuren Pentium 4 Extreme Edition vordringt. Mit den Preissenkungen im August soll aber auch der 670 wieder günstiger werden.

Bis zum Abgesang der 500er-Reihe dürften zudem auch bereits eine Reihe von den Dual-Core-Prozessoren Pentium D der 800er-Serie im Markt erhältlich sein. Intel plant deren Einführung im zweiten Quartal. Aufgrund der höheren Leistungsaufnahme und anderen Faktoren sollen sie jedoch wohl nur mit Taktraten von 2,8 bis 3,2 GHz erscheinen -- viele der nicht auf mehrere Rechenknechte vorbereitete Software dürfte daher auf einem schneller getakteten preislich vergleichbaren Single-Core-Pentium-4 schneller laufen als auf einem Dual-Core. Mit 240 US-Dollar soll die kleinste Dual-Core-CPU preislich ungefähr auf dem Niveau eines mit 3,2 GHz getakteten Pentium 4 liegen -- ob sich dies jedoch auch in den Preisen für Endverbraucher widerspiegelt is ungewiss.

Ebenfalls für das zweite Quartal plant Intel wohl auch die Einführung von Celeron-Prozessoren mit der zu AMD64 kompatiblen 64-Bit-Befehlssatzerweiterung EM64T -- passend zur ebenfalls für diesen Zeitraum erwarteten x64-Version von Windows XP. Ob Mitbewerber AMD die eigenen Low-Cost-Baureihe Sempron auch mit der Befehlssatzerweiterung ausstatten will, ist nicht bekannt -- bisher ist dies sowie ein verkleinerter Cache der größte Unterschied zum schnelleren Verwandten Athlon 64. Vermutlich dürften jedoch Semprons für den Sockel 939 erscheinen, nachdem auf der CeBIT bereits entsprechende Mainboards zu sehen waren. Und auch eine neue, in 90 Nanometer gefertigte Revision der Athlon-64-Prozessoren steht angeblich bereits in den Startlöchern bei AMD -- sie sollen neben der Unterstützung von SSE3 höhere Taktraten ermöglichen und eine geringere Leistungsaufnahme aufweisen. (thl)