WLAN-Basis fernspeisen

Ich suche einen WLAN-Access-Point, der inhäusig über Ethernet mit einem Switch betrieben werden soll, aber auch den Strom über das Ethernet-Kabel per Power-over-Ethernet (PoE) beziehen kann. Ich erinnere mich daran, dass c’t solche Access Points bei Outdoor-WLAN beschrieben hat. Gibt es einen Indoor-Produkttip von Ihnen?

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Ich suche einen WLAN-Access-Point, der inhäusig über Ethernet mit einem Switch betrieben werden soll, aber auch den Strom über das Ethernet-Kabel per Power-over-Ethernet (PoE) beziehen kann. Ich erinnere mich daran, dass c’t solche Access Points bei Outdoor-WLAN beschrieben hat. Gibt es einen Indoor-Produkttip von Ihnen?

Indoor-APs mit standardisiertem PoE (IEEE 802.3af) sind seit Jahren gängig und auch schon für deutlich unter 100 Euro zu haben. Suchen Sie einfach mal mit unserem Preisvergleich danach (siehe c’t-Link unten). Falls Ihr Switch keinen Strom einspeist, brauchen Sie zusätzlich einen separaten PoE-Injektor.

Mit einem PoE-fähigen Switch und passendem WLAN-Access-Point lässt sich eine Funkzelle ganz leicht auch dort aufspannen, wo keine Steckdose in der Nähe ist. Mit einem separaten Einspeiser (Injektor) und Auskoppler (Splitter) klappt die Stromversorgung über das Ethernet-Kabel auch bei nicht PoE-fähigen Geräten.

Alternativ können Sie einen WLAN-Breitband-Router nehmen und als Access Point betreiben. Einfache Router sind schon für weniger als 20 Euro erhältlich. Die Speisung übers LAN-Kabel bekommen Sie dann mit einer Kombination aus PoE-Injektor und -Splitter hin. Dafür gibt es ebenfalls preisgünstige Kits. Die Ausgangsspannung des PoE-Splitters ist in der Regel einstellbar, beispielsweise 5, 9 oder 12 Volt. Achten Sie darauf, dass die Speisespannung des Routers dabei ist.

Falls Sie einen Access Point oder Router wählen, der simultan in beiden WLAN-Bändern funkt, hat das Gerät wahrscheinlich einen gigabitfähigen LAN-Port. Nehmen Sie dann ebenfalls einen gigabitfähigen PoE-Injektor und -Splitter, um den Durchsatz nicht zu beschränken.

Vorsicht vor „passivem PoE“: Das ist eine nicht standardisierte Technik, die nur mit Fast Ethernet (100 MBit/s) kompatibel ist und bei der jeder Hersteller sein eigenes Süppchen kocht. Mal liegen 12 Volt auf den bei Fast Ethernet freien Adern des LAN-Kabels, mal auch 24 Volt, unter Umständen mit vertauschter Polarität. Injektoren und Splitter mit „passivem“ PoE dürfen Sie deshalb nicht beliebig kombinieren oder mit standardisiertem PoE mischen.

www.ct.de/1208164 (ea)