Apple: Außergerichtliche Einigung wegen Weitergabe von Tiger-Vorabversionen

Apple hat sich mit einem der Entwickler geeinigt, die die Firma wegen Weitergabe von Vorabversionen von Mac OS X 10.4 "Tiger" verklagt hatte.

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Von
  • Jürgen Kuri

Ende vergangenen Jahres hatte Apple Entwickler verklagt, die Vorabversionen der nächsten Version von Mac OS X im Internet verbreitet haben sollen. Nun hat sich Apple mit einem der Beschuldigten außergerichtlich geeinigt.

Mac OS X 10.4 "Tiger" sei etwa über das Filesharing-System BitTorrent verbreitet worden, hatte Apple den Beklagten vorgeworfen. Die Weiterentwicklung des Betriebssystems sei aber eine der wichtigsten Grundlagen für das Wohlergehen der Firma, man habe viel in die Entwicklung investiert, um gegenüber anderen Plattformen funktionelle Vorteile vorweisen zu können. Die ungenehmigte Veröffentlichung habe daher einen hohen Schaden verursacht, den Apple in der Klageschrift aber nicht näher spezifizierte.

Über die Vereinbarung zwischen dem beschuldigten Studenten und Apple wurde Vertraulichkeit vereinbart. Nach Berichten in US-Medien soll aber einer Erklärung des Anwalts des Beklagten zu entnehmen sein, dass dieser eine nicht näher genannte Summe an Apple als Entschädigung zahle.

In einer anderen Klage von Apple, in der es nicht um die Weitergabe von Software-Vorabversionen, sondern um die Preisgabe von internen Informationen geht, strebt die Electronic Frontier Foundation die nächste Runde an. Die Bürgerrechtler haben Berufung gegen die Entscheidung eines Gerichts eingelegt, nach der der Provider von Info- und Gerüchtesites zu Apple-Produkten den E-Mail-Verkehr mit Informanten herausgeben muss. Apple will so die Quellen der Sites und die Informationslecks herausfinden. Die EFF sieht in der Entscheidung eine schwerwiegende Gefährdung der Pressefreiheit. (jk)