Roboterzoo auf der Expo

Die Besucher der diesjährigen Weltausstellung werden bereits am Eingang darauf eingestimmt, dass Japan die Weltausstellung nutzt, um einen Roboter-Freilandversuch bisher ungekannten Ausmaßes durchzuführen.

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Zwar steht die am Freitag beginnende Expo 2005 im japanischen Aichi unter dem offiziellen Motto "Nature's Wisdom". Aber die Besucher werden bereits am Eingang von einer Roboter-Empfangsdame darauf eingestimmt, dass Japan die Weltausstellung nutzt, um einen Roboter-Freilandversuch bisher ungekannten AusmaĂźes durchzufĂĽhren.

Vor fünf Jahren auf der Expo 2000 in der CeBIT-Stadt Hannover trat gerade einmal ein kleiner Schwarm autonomer Roboter auf-- der dann auch noch gehackt wurde. Die Japaner bieten dagegen einen ganzen Zoo elektromechanischer Gefährten auf. Über 100 Roboter -- vom kegelförmigen Papero, der Kinder unterhalten soll, bis zum Reinigungsroboter Suippi, der aussieht wie die Miniaturausgabe eines Straßenreinigungsfahrzeuges -- sollen sie die Gäste in Aichi unterhalten, informieren und umsorgen.

Auf dem Prüfstand stehen dabei beispielsweise der kegelförmige Wakamaru von Mitsubishi Heavy Industries und NECs Papero. NEC will nach eigenen Angaben testen, ob das neueste Modell seines seit 1997 kontinuierlich weiterentwickelten Roboters beispielsweise zur Bespaßung im Kindergarten taugt. Besteht das Kerlchen den Test, soll es bereits im nächsten Jahr ausgeliefert werden. Die Zielgruppe für Wakamaru, der auf der Expo als Fremdenführer dienen soll, sind dagegen die über 50jährigen. Besteht der gelbe Roboter mit den großen, schwarzen Augen den Härtetest auf der Expo, wird er ab Dezember verkauft.

Die Expo-Macher plagen allerdings ähnliche Sorgen wie einst die Ausstellungsmacher in Hannover, berichtet die Japan Times: Neben den hohen Ticket-Preisen und einem befürchteten Verkehrschaos in der Region sorgen untern anderem auch die intensiven Sicherheitsmaßnahmen für lange Warteschlangen an den einzelnen Pavillions, die die Besucher abschrecken könnten. (wst)