Telefonica O2 gewinnt slowakischen Lizenzwettbewerb
Beim vierten Versuch der slowakischen Behörden, einen dritten Mobilfunkanbieter zu etablieren, ging Mobilkom Austria leer aus.
Telefonica O2 bekommt die dritte slowakische Mobilfunklizenz. Es handelt sich um den vierten Versuch der slowakischen Behörden, einen dritten Mobilfunk-Anbieter zu etablieren. Telefonica O2 setzte sich damit gegen Mobilkom Austria sowie das einheimische Konsortium B Four durch. Mobilkom Austria ist damit innerhalb weniger Tage bei zwei wichtigen Ausschreibung leer ausgegangen. Am Montag hatte Telenor den Österreichern die serbische Mobtel weggeschnappt.
Die Höhe der tatsächlichen Gebote wird von der slowakischen Regulierungsbehörde erst in einigen Wochen mit der formellen Vergabe der Frequenznutzungsrechte (GSM und UMTS) bekannt gegeben. Unbestätigten Informationen der slowakischen Nachrichtenagentur SITA zu folge hatten Telefonica O2 150 Millionen Kronen (3,9 Millionen Euro), Mobilkom Austria 250 Millionen Kronen (6,6 Millionen Euro) und das slowakische Konsortium B Four 400 Millionen Kronen (10,5 Millionen Euro) geboten. Die Behörde habe jedoch mehr Wert auf die voraussichtliche Ankurbelung des Wettbewerbs gelegt und die Höhe der Gebote bei der Gesamtbeurteilung mit nur fünf Prozent gewichtet.
Die Slowakei hat rund 5,4 Millionen Einwohner. Die beiden bestehenden Netzbetreiber Orange und T-Mobile haben zusammen bereits mehr als 4,5 Millionen Kunden, was eine Penetrationsrate von rund 84 Prozent bedeutet. Die Internet-Verbreitung ist noch gering, doch werden bereits zwei Breitband-Funknetze (WiMAX Telecom mit Wimax, T-Mobile mit Flash-OFDM) betrieben. Im Nachbarland Tschechien (10 Millionen Einwohner) ist die Telefonica O2 Tochter Eurotel mit 4,7 Millionen Mobilfunkkunden MarktfĂĽhrer. (Daniel AJ Sokolov) / (jk)