Australische VerbraucherschĂĽtzer gehen gegen "iPad 4G" vor
Die Verbraucherschutzbehörde ACCC hat juristische Schritte angekündigt, die Apple zur Änderung der Produktbezeichnung "iPad with WiFi + 4G" zwingen sollen – diese sei in Australien irreführend.
Die australische Wettbewerbs- und Verbraucherschutzbehörde ACCC (Australian Competition and Consumer Commission) will gegen die Bezeichnung "iPad with WiFi + 4G" vorgehen. Apples Produktbenennung vermittle Käufern, dass sie ihr iPad in einem australischen 4G-Mobilfunknetz einsetzen könnten – dies sei jedoch nicht der Fall, begründet die Behörde ihr Vorgehen in einer Mitteilung und stuft den Produktnamen der dritten iPad-Generation deshalb als "irreführend" ein.
Da dies nach Ansicht der ACCC gegen australisches Verbraucherrecht verstößt, will die Behörde am Mittwoch bei einem Gericht in Melbourne Beschwerde einreichen und Apple mit einer Verfügung dazu bringen, dass "Konsumenten über die korrekten technischen Fähigkeiten des Gerätes in Kenntnis gesetzt werden". Die Verbraucherschutzbehörde fordert zudem eine Strafzahlung, eine berichtigte Produktbewerbung sowie eine Rückerstattung für betroffene Konsumenten.
Die australischen Mobilfunkanbieter Telstra und Optus wollen jeden Verweis auf "4G" bei der Bewerbung des neuen iPads unterlassen, schreibt die Zeitung The Australian – auch europäische Netzbetreiber haben sich angeblich bei Apple über die außerhalb von Nordamerika missverständliche Produktbezeichnung beschwert.
Die Deutsche Telekom vermarktet das neue iPad als "iPad neu Wi-Fi + SIM" während Apple im deutschen Onlinestore das Gerät weiterhin "iPad mit Wi-Fi + 4G" nennt. Ursprünglich war an dieser Stelle auch von "4G-Datentarifen" für das iPad die Rede – dies änderte der Apple Store allerdings umgehend. (lbe)