Lenovo meldet Gewinne und Umsatzsteigerung

Nach der vollständigen Integration von IBMs PC-Geschäft weist der chinesische Hersteller im zweiten Quartal 2006 einen Nettogewinn von 5 Millionen US-Dollar aus. Vergleichszahlen des Vorjahres nennt Lenovo aber nicht.

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Im zweiten Quartal 2006 konnte Lenovo den Umsatz gegenüber der Vorjahresperiode um 38 Prozent auf 3,5 Milliarden US-Dollar steigern. Nachdem der größte chinesische Computerhersteller die Übernahme des PC-Geschäfts von IBM am 30. April 2005 abgeschlossen hatte, weist er für das jetzt abgelaufene Quartal einen Nettogewinn von 5 Millionen US-Dollar aus, ohne jedoch einen Vergleichswert aus dem Vorjahr zu beziffern.

Die PC-Verkäufe seien im Vergleich um 12 Prozent gestiegen und damit 3 Prozent stärker als im Branchendurchschnitt. IDC und Gartner vermeldeten zuletzt Wachstumsraten zwischen 9 und 11 Prozent. Auf dem heimischen Markt, der knapp 40 Prozent zum Lenovo-Umsatz beiträgt, habe der Konzern beim Absatz 30 Prozent zulegen können und 1,3 Milliarden US-Dollar Umsatz erzielt. In Amerika und dem asiatisch-pazifischen Raum habe Lenovo 1 Milliarde beziehungsweise 461 Millionen US-Dollar umsetzen können.

In der Region EMEA musste der PC-Hersteller allerdings einen Absatzrückgang um 12 Prozent hinnehmen – der Umsatz lag im zweiten Quartal bei 662 Millionen US-Dollar. Insbesondere auf dem wichtigen deutschen Markt war Lenovo bisher nur im Geschäftskundensegment aktiv, auf das sich IBM in der Vergangenheit konzentriert hatte. Jetzt will der Computerkonzern aber auch mit neuen Produkten in den Massenmarkt vorstoßen, wie der Verwaltungsratsvorsitzende Yuanqing Yang angekündigt hat. (map)