US-Regulierer unterstützt Internet über Stromkabel
Die US-Telekommunikationsbehörde möchte neben Kabelnetz und DSL ein weitere Zugangsmöglichkeit für Breitband-Internet schaffen. Damit soll die Konkurrenz belebt und auch die Abdeckung mit Breitbandzugängen verbessert werden.
Die US-amerikanische Behörde für Telekomminikation FCC unterstützt Breitband-Internet über das Stromnetz (Broadband over Power Lines, BPL). In einer Erklärung der FCC (PDF-Datei) wird den BPL-Providern das Recht zu gesprochen, Datendienste über das Stromnetz anzubieten, wenn dadurch bestehende Funkdienste nicht beeinträchtigt werden.
Damit hat die Behörde die Einsprüche von Amateurfunkern, der Luftfahrtindustrie und von Rundfunkanstalten zurückgewiesen, die entweder Einschränkungen oder ein komplettes Verbot dieser Technik gefordert hatten: Jede Stromleitung, auf der BPL genutzt wird, ist gleichzeitig ein schwacher Störsender. Für die Behörde ist diese Technik allerdings eine Möglichkeit, mehr Konkurrenz auf dem Breitbandmarkt der USA zu schaffen. Bislang können Kunden entweder über das Kabelnetz oder via DSL ins Internet gelangen. Laut FCC-Kommissar Michael Copps gebe es auf diesem Markt außerdem deutliche Unternehmenskonzentrationen, die gegen das Wettbewerbsrecht verstoßen. "Hierbei geht es nicht um Toaster oder Rasermäher, sondern um die Datenwege, über die alle Kommunikation der Zukunft gehen wird", fügte er hinzu.
Zusätzlich könnten damit Gebiete wie ländliche Regionen besser mit Breitband-Internet versorgt werden, gab die FCC bekannt. Für Michael Corps wird darüber hinaus die Gesamtversorgung mit Breitband-Internet durch diese Technik in den USA verbessert, denn gemessen am Index der ITU, habe die USA hier Nachholbedarf.
Siehe dazu: (rek)
- Internet per Stromnetz: Neuer Anlauf in den USA
- Powerline-Störungen: Aufschub für Linz AG
- Österreichische Behörde: Powerline stört Kurzwellenfunk
- RWE bestätigt das Aus für Powerline