Sega wieder mit deutscher Niederlassung
Mit der Eröffnung der deutschen Niederlassung trägt man nach Firmenangaben dem weltweiten Expansionskurs des Videospiele-Herstellers Rechnung.
Laut SEGA Europe soll die deutsche Niederlassung des Videospiele-Herstellers unter dem Namen "SEGA of Germany" (SOG) ab sofort in München ihre Arbeit aufnehmen. Managing Director wird Markus Wiedemann, der zuvor in gleicher Position für Codemasters Deutschland tätig war. Als Geschäftsführer verantwortet Wiedemann den Komplettbereich der interaktiven Unterhaltungssoftware und den Vertrieb von SEGA-Produkten in Deutschland. SEGA of Europe und die deutsche Tochter sind nach der Übernahme von Sega durch den japanischen Spielautomatenhersteller Sammy im vergangenen Jahr Teil der Sega Sammy Holdings.
Im Jahre 2001 hatte Sega die Produktion seiner Spielkonsole Dreamcast eingestellt und sich auf die Entwicklung von Spielen für alle Konsolen konzentriert. Zeitweise war Sega als Übernahmekandidat für Microsoft und Electronic Arts im Gespräch.
Hatte der japanische Videospiele-Hersteller Sega im ersten Quartal seines Geschäftsjahres 2004 mit einem Nettogewinn von 0,93 Milliarden Yen (rund 7 Millionen Euro) gegenüber 1,89 Milliarden Yen (rund 14 Millionen Euro) im Jahre 2003 einen Gewinnrückgang um 51 Prozent hinnehmen müssen, konnte die Gruppe in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres einen Nettogewinn von 46,22 Mrd. Yen (341,41 Millionen Euro) erwirtschaften. Mit der Eröffnung der deutschen Niederlassung trägt man nach Firmenangaben dem weltweiten Expansionskurs von Sega Rechnung. (nij)