Gentechnik gegen Überflutungen

Wissenschaftler aus Kalifornien und am Internationalen Reisforschungsinstitut (IRRI) auf den Philippinen haben Reissorten gentechnisch so verändert, dass diese mehrere Wochen andauernde Überschwemmungen von Feldern überstehen können.

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Wissenschaftler aus Kalifornien und am Internationalen Reisforschungsinstitut (IRRI) auf den Philippinen haben mit Hilfe von zusätzlichen Genen Reissorten so verändert, dass diese mehrere Wochen andauernde Überschwemmungen von Feldern überstehen können. Die Arbeit, die die Forscher um Pamela Ronald und David McKill jetzt in Nature veröffentlicht haben ( Kenong Xu et al., "Sub1A is an ethylene-response-factor-like gene that confers submergence tolerance to rice", Nature Vol. 442, 10.8.2006, S. 705 - 708), ist nicht nur wirtschaftlich wichtig, sondern auch ein Beleg für den Erfolg des so genannten Smart Breeding, einer Weiterentwicklung der Gentechnik, die ohne den Einbau artfremder Gene auskommt.

Bereits in drei Jahren könnte der robuste Reis im großen Stil produziert werden. Anders als bei Züchtungen der Agrarindustrie werden die Bauern die neuen Sorten ohne Lizenzgebühren nutzen können. Reis ist für rund 3,5 Milliarden Menschen das Hauptnahrungsmittel. Diese Zahl dürfte sich in den kommenden Jahrzehnten noch erhöhen, während zunehmende Unwetterkatastrophen und Prognosen über den Klimawandel schwere Zeiten für den Reisanbau ankünden.

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