Photoshop als Web-Service

Offenbar möchte Adobe der wachsenden Konkurrenz im Heim- und Hobby-Bereich von Seiten Microsofts und Googles entgegentreten.

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Adobe plant, eine Photoshop-Variante als kostenlosen und ĂĽber Werbung finanzierten Web-Service anzubieten. Im Funktionsumfang wird das Web-Produkt anders aussehen als die lokal zu installierenden Anwendungen Photoshop und Photoshop Elements. Einzelheiten zu Funktionsumfang und Nutzungsbedingungen waren Adobe allerdings nicht zu entlocken.

Offenbar möchte der Software-Entwickler der wachsenden Konkurrenz im Heim- und Hobby-Bereich von Seiten Microsofts und Googles entgegentreten. Adobe-CEO Bruce Chizen sagte gegenüber dem Branchendienst CNet, wenn der Kunde die Wahl zwischen dem Photoshop-Web-Service und der Google-Anwendung Picasa hätte, würde er auf Grund des Renommees wahrscheinlich den Photoshop-Dienst wählen. Eine Schädigung des guten Namens befürchtet Adobe nicht. "Man muss unterscheiden zwischen dem Produkt Photoshop und der Marke Photoshop. Wir liefern bereits heute unterschiedliche Photoshop-Produkte für unterschiedliche Zielgruppen", sagt Alexander Hopstein, PR Manager von Adobe in Deutschland.

Photoshop ist nicht der erste Web-Service von Adobe. Den Grundstein hatte der Software-Entwickler im Februar bereits mit einem Online-Video-Editor gelegt, der allerdings bisher nur für zahlende Mitglieder der Foto- und Video-Sharing-Seite Photobucket verfügbar ist. Der mittlerweile unter dem Namen Remix bekannte Dienst (der vermeintliche Name ist nicht mehr als eine Aufforderung von Photobucket an die Kunden) eröffnet einige Funktionen von Premiere Elements als Flash-Anwendung. Vermutlich strebt Adobe für den Photoshop-Service eine ähnliche Vermarktungsstrategie an. Der Web-Service soll innerhalb eines halben Jahres verfügbar sein. (akr)