Verizon kauft MCI-Aktien für 1,1 Milliarden US-Dollar

Der Übernahmepoker um die US-Telefongesellschaft MCI zwischen Verizon und Qwest spitzt sich damit weiter zu.

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  • dpa

Der Übernahmepoker um die US-Telefongesellschaft MCI zwischen dem Telekom-Riesen Verizon Communications und der Telefongesellschaft Qwest Communications International spitzt sich weiter zu. Am Wochenende wurde bekannt, dass Verizon eine 13,7-prozentige MCI-Beteiligung für rund 1,1 Milliarden US-Dollar (860 Millionen Euro) in bar gekauft hat.

Verkäufer sind acht von dem mexikanischen Milliardär Carlos Slim kontrollierte Gruppen, teilte Verizon mit. Verizon wird 25,72 US-Dollar für jede der 43,4 Millionen MCI-Aktien im Slim-Besitz zahlen. Die Transaktion soll in einigen Wochen über die Bühne gehen. Sollte der Verizon-Kurs in einem Jahr über 35,52 US-Dollar liegen, will Verizon noch eine Zusatzzahlung leisten. Verizon-Chef Ivan Seidenberg sprach von einem wichtigen Schritt nach vorn beim MCI-Kauf.

Verizon hatte den übrigen MCI-Aktionären dagegen nur 23,50 US-Dollar je Aktie geboten, davon 8,75 US-Dollar in bar. Der höhere Preis für das Slim-Aktienpaket könnte nach Ansicht von Marktbeobachtern bedeuten, dass Verizon sein MCI-Kaufangebot doch noch weiter erhöhen könnte. Verizon hatte insgesamt 7,6 Milliarden für MCI geboten.

Das Qwest-Gebot ist insgesamt 8,9 Milliarden US-Dollar oder 27,50 US-Dollar je MCI-Aktie wert. Der MCI-Verwaltungsrat hatte trotzdem kürzlich das aufgestockte Qwest-Angebot abgelehnt und zog das Verizon-Angebot vor. Qwest warf MCI vor, die Transaktion mit Slim schaffe zwei Aktionärsklassen. Das Qwest-Kaufangebot sei für alle MCI-Aktionäre besser. (dpa) / (pmz)