60.000 IT-Jobs in den USA seit Anfang des Jahres gestrichen

Den größten Aderlass gab es in der Telekommunikationsbranche, wo im ersten Quartal mehr als 35.000 Jobs wegfielen.

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Von
  • Peter-Michael Ziegler

In den USA sind nach Zahlen des Stellenvermittlungsspezialisten Challenger, Gray & Christmas in den ersten drei Monaten des Jahres 2005 nahezu 60.000 IT-Jobs dem Rotstift zum Opfer gefallen. Gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres bedeutet dies eine Verdopplung der gestrichenen Stellen. Den größten Aderlass gab es in der Telekommunikationsbranche, wo im ersten Quartal mehr als 35.000 Jobs wegfielen.

Laut Challenger, Gray & Christmas machten sich hier vor allem Synergieeffekte der Fusionen von AT&T Wireless mit Cingular Wireless sowie Sprint mit Nextel bemerkbar. Der Stellenvermittler erwartet zudem eine weitere große Kündigungswelle, sollte das Mobilfunkunternehmen Qwest Communications doch noch den Übernahmekampf um den Konkurrenten MCI für sich entscheiden. Qwest hatte angekündigt, dass durch eine Fusion der beiden Unternehmen bis zu 15.000 Stellen gestrichen werden könnten, was 18 Prozent der Belegschaft eines zusammengeführten Konzerns entsprechen würde.

In der Computerbranche fielen in den Monaten Januar bis März etwas mehr als 16.000 Stellen weg. Größter Stellenvernichter in der Softwarebranche war Oracle, das seit der Übernahme von PeopleSoft rund 5000 Mitarbeiter nach Hause schickte. Für das Gesamtjahr 2005 rechnet Challenger, Gray & Christmas mit einem generell erhöhten Druck auf die IT-Branche in den USA, weil viele Unternehmen und Endverbraucher nach einer ausgedehnten Kaufphase jetzt mit aktuellen IT-Produkten eingedeckt seien. (pmz)