Liberty Alliance präsentiert Service-Schnittstellen für Web-Dienste
Die drei vorgelegten Schnittstellen-Spezifikationen sollen unter anderem dafür sorgen, dass verfügbare Informationen dem Aufenthaltsort eines Nutzers angepasst werden können.
Die Liberty Alliance hat Schnittstellen-Spezifikationen für die Web-Dienste "presence", "contact book" und "geo-location" basierend auf dem Identity Web Services Framework (ID-WSF) vorgelegt. Sie sollen Unternehmen und Service-Providern neue Funktionen ermöglichen. Das Contact Book Service Interface ist dafür gedacht, dass Nutzer unabhängig ihre Daten pflegen können, während das Geo-location Service Interface beispielsweise dafür diene, den Aufenthaltsort einer Person zu bestimmen, um passende lokale Informationen übermitteln zu können. Das Presence Service Interface dient der Überprüfung der "Online-Anwesenheit" eines Nutzers.
Die drei Schnittstellen können einzeln oder auch zusammen und damit übergreifend genutzt werden, teilt die Liberty Alliance mit. Dabei würden allerdings auch die Aspekte des Datenschutzes und des Schutzes der Privatsphäre berücksichtigt, beteuert das Konsortium. Es wurde 2001 gegründet. Das Projekt für Identitäts-basierte Web-Dienste steht vor allem in Konkurrenz zu Microsofts Passport. Daran sind laut Liberty Alliance mittlerweile mehr als 150 Unternehmen beteiligt.
Als Anwendungsbeispiel für die neuen Schnittstellen führt die Allianz einen Handy-Nutzer an, der sich einen Film anschauen möchte. Der Service-Provider könne durch den Geo-location Service seinen Aufenthaltsort bestimmen und ihm gewünschte Informationen zusenden. Daraufhin könne der Nutzer über sein Contact Book an 20 Freunde eine Nachricht verschicken. Der Presence-Dienst ermittelt, auf welchem Weg die Nachrichten jeweils verschickt werden sollen. Die Dienste können zum Beispiel derart ineinander greifen, dass nur solche Personen im Contact Book berücksichtigt werden, die sich in einem definierten Umkreis des durch den Geo-location Service ermittelten Standorts aufhalten. (anw)