MPAA erzielt Einigung im Streit um CSS-Lizenzen

Der Chiphersteller ESS und die Motion Picture Association legen ihren Rechtsstreit um Lizenzen fĂĽr Chips zur CSS-EntschlĂĽsselung bei.

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Der kalifornische Chiphersteller ESS Technology und der Verband US-amerikanischer Filmstudios, die Motion Picture Association of America (MPAA), haben ihren seit April 2004 schwelenden Rechtsstreit durch eine außergerichtliche Einigung beigelegt. Die MPAA hatte ESS vorgeworfen, Chips zur Dekodierung des CSS-Schutzes an Hersteller von DVD-Spielern geliefert zu haben, die nicht die nötigen Lizenzen für die CSS-Entschlüsselung besaßen.

Jeder Hersteller von Bestandteilen eines DVD-Players, die dafür sorgen, dass das Content Scrambling System (CSS) dekodiert werden kann, hat sich in den USA den Auflagen der DVD CCA zu verpflichten. Unter anderem müssen diese Zulieferer darauf achten, dass sich die Hersteller der Geräte ebenfalls an die Lizenz für das Verschlüsselungssystem CSS halten.

ESS-Chef Robert Blair teilte mit, man unterstĂĽtze die Inhaber des geistigen Eigentums bei der Durchsetzung ihrer Rechte: "Wir freuen uns, in Zukunft mit der Filmindustrie bei der Durchsetzung ihrer AnsprĂĽche und der Entwicklung neuer Kopierschutzmechanismen zusammen zu arbeiten." ESS folgte damit dem Beispiel des Mitbewerbers Sigma Designs, der mit der MPAA bereits im vergangenen Jahr eine gĂĽtliche Einigung in einem Verfahren um DVD-Chips erzielte. (sha)