Sicherheitsexperte kritisiert Flughafensicherheit als "gefährlichen Selbstbetrug"
Der Kryptologe und Sicherheitsexperte Bruce Schneier äußert sich in einem Interview über Anti-Terror-Kampf und Flugsicherheit.
Kryptografie-Guru und Sicherheitsexperte Bruce Schneier hält die verschärften Sicherheitsmaßnahmen auf Flughäfen nach dem Londoner Terror-Alarm für "gefährlichen Selbstbetrug". "Der Fokus kann nicht darin liegen, gefährliche Gegenstände aus Flugzeugen fernzuhalten", sagt Schneier im Interview mit Technology Review online. "Wir müssen die Terroristen vorher fangen. Auch in den Gefängnissen schaffen wir es doch nicht, Waffen herauszuhalten. Wie soll das dann bei Flughäfen funktionieren?"
Im Juni hatte Schneier Aufsehen erregt, weil er die Leser seines Blogs in einem Wettbewerb dazu aufgefordert hatte, sich filmreife Terror-Szenarien auszudenken. "Wie sich zeigte, ist es es enorm einfach, gute Terrorplots zu erfinden", erklärt Schneier zu den Ergebnissen dieses Wettbewerbes. "Aus diesem Grund kann funktionierende Sicherheit sich nicht nur auf solche Plots konzentrieren. Weil es für Terroristen so einfach ist, sich Alternativen auszudenken."
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