EDS plant Offshoring seiner Arbeitsplätze

Innerhalb von zwei Jahren will der IT-Dienstleister die Zahl seiner Mitarbeiter an Standorten in Niedriglohnländern verdoppeln.

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Der IT-Dienstleister Electronic Data Systems (EDS) will die Zahl seiner Angestellten, die in Niedriglohnländern tätig sind, innerhalb von zwei Jahren verdoppeln. Das berichtet das Wall Street Journal. Bisher arbeiten 15.000 der weltweit bei EDS beschäftigten 117.000 Mitarbeiter in "Standorten mit Kostenvorteilen". Durch die Verlagerung von Arbeitsplätzen vor allem nach Asien könne die Zahl der Mitarbeiter in Europa und in den USA abnehmen, sagte demnach CEO Michael Jordan.

Die Zahl der Absolventen der Ingenierswissenschaften und der Informatik in den USA reiche für die Nachfrage nach Arbeitskräften nicht aus, meinte der EDS-Chef weiter. Die potenziellen Mitarbeiter in den Niedriglohnländern verfügten hingegen zunehmend über die notwendigen technischen Kenntnisse. Es handelt sich nach Jordans Meinung um einen nicht umkehrbaren Trend, dass in der heutigen Welt mehr Konkurrenz herrsche als noch vor zehn Jahren.

Die Wettbewerbsfähigkeit der USA treibt derzeit die Demokraten im US-amerikanischen Abgeordnetenhaus um. Sie haben kürzlich einen Plan verabschiedet, durch den die USA weiterhin konkurrenzfähig bleiben sollen. Unter anderem fordern sie darin einen Ausbau des Bildungssystems. (anw)