AOL startet Web-Portal für Smartphones

Der Internet-Provider bietet auf der Startseite eine Suchfunktion sowie direkten Zugang zu den AOL-Diensten Yellow Pages und Pinpoint Shopping. Externe Websites sollen für die Darstellung auf kleineren Displays optimiert werden.

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Von
  • Sven-Olaf Suhl

Die Mobile Search Services von AOL haben nach Auskunft des Internet-Providers das Betastadium verlassen. Die Portalseite ist in der Breite an die Darstellung auf Displays von Mobilfunkgeräten angepasst, aber auch vom Desktop-PC zugänglich. Für den Dienst berechnet AOL keine Gebühren, weist jedoch darauf hin, dass beim Mobilfunkanbieter Kosten für die Datenübertragung anfallen. Das Startmenü bietet Links zur AOL-Suche sowie zu den AOL-Diensten Yellow Pages und Pinpoint Shopping. Letzterer bietet Produktübersichten und Preisvergleiche.

Die AOL-Suche ist ebenfalls direkt über das Portal zugänglich. Wenn die Suchergebnisse zu komplexen Websites führen, die zum Beispiel Plug-ins wie Java oder Flash erfordern, stößt sie schnell an die Grenzen der automatischen Umformatierung von Websites, die AOL zusammen mit InfoGin entwickelt hat. Je textlastiger eine Seite ist, desto besser sind die Chancen, dass die Website sinnvoll umgewandelt wird und klickbare Links enthält. Auch Bilder in gängigen Formaten stellt der AOL-Dienst dar. Die Nutzererfahrung ähnelt damit den Diensten über den Hiptop beziehungsweise Sidekick getauften Mobilgeräte, die nur im Zusammenspiel mit den Servern von Danger laufen. Entsprechend sind Störungen der Server die Achillesferse des Dienstes.

Zu den Vorteilen des AOL-Portals zählt, dass auch weniger erfahrene Surfer mobil auf HTML-Seiten zugreifen können und nicht auf die Nutzung spezieller WAP-Seiten beschränkt sind. Anders als bei den Danger-Diensten, für die nur ein aktuelles Endgerät, das zudem eine Vertragsbindung an einen Mobilfunkanbieter erfordert, verfügbar ist, ist das AOL-Portal mit allen mobilen Surfmaschinen zugänglich. Dass viele Nutzer der Einschränkungen, die spezielle Mobile-Internet-Startseiten mit sich bringen, überdrüssig sind, belegt auch der Schritt von T-Mobile Mitte des Jahres, als die Bonner mit Web'n'Walk den Zugang zum "offenen mobilen Internet propagierten. Dabei setzt der Carrier auf Endgeräte, auf denen die für das mobile Surfen optimierte Opera-Browser laufen – beispielsweise Opera 8.50 für Handys mit Symbian-OS. Die vom norwegischen Spezialisten entwickelten Funktionen wie "Small Screen Rendering" sowie weitere Anpassungen an mobile Clients wie Zoom-Funktion zum eingehenden Betrachten von Bildern und Textpassagen, Passwort- und Download-Manager, versprechen einen weitaus größeren Leistungsumfang als es das AOL-Portal in seiner gegenwärtigen Form bieten kann. (ssu)