Standard fĂĽr Gigabit-Wimax in Arbeit

Derzeit entstehen die ersten Funknetze für drahtloses Internet im Stadtbereich. Nun hat das Normungskomitee die Arbeit für die nächstschnellere Generation angeschoben.

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Während die ersten Wimax-Netze in Betrieb gehen und drahtlosen Internet-Zugang mit DSL-Geschwindigkeit im unteren Megabit-Bereich liefern, hat das IEEE bereits die Standardisierungsarbeit für die nächste Datenfunk-Generation angeschoben. Unter der Bezeichnung 802.16m entsteht eine Weiterentwicklung des Wireless-MAN-Standards 802.16, geläufig als Fixed (802.16-2004) respektive Mobile Wimax (802.16e-2005).

Bei stationären oder sich langsam bewegenden Teilnehmern soll 802.16m im Nomadic respektive High efficiency/Strong signal Mode arbeiten und dann bis zu 1000 MBit/s im Downlink schaffen. Mobile Terminals bedient eine Basisstation dagegen im High Mobility Mode mit immerhin noch bis zu 100 MBit/s. Wie die bisherigen Versionen setzt auch 16m auf flexible Kanalbreiten, angedacht sind 5, 7, 8,75, 10 und 20 MHz. Die bei Mobile Wimax optionale Mehrantennentechnik MIMO wird bei 802.16m zur Voraussetzung.

Wert legt die Arbeitsgruppe darauf, dass der neue Standard kompatibel zu den jetzt entstehenden Wimax-Netzen und -Teilnehmern wird. 802.16e und 802.16m sollen in den gleichen Funkbändern arbeiten können. Der Zeitplan ist ambitioniert: Schon im März 2008 soll der erste Entwurf zur Abstimmung kommen, die Ratifizierung strebt man für den Herbst 2009 an. (ea)