Telecom Italia: Keine Übernahme durch Telefonica

Das neue Management des italienischen Telekom-Konzerns setzt sich gegen einen Großaktionär durch.

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Die Telecom Italia, Mutterkonzern der deutschen Hansenet, hat die Pläne für eine exklusive Zusammenarbeit mit oder gar eine Übernahme durch die spanische Telefonica auf Eis gelegt. Wie die Süddeutsche Zeitung in ihrer Samstagsausgabe berichtet, unterliegt der Telecom-Italia-Großaktionär Marco Tronchetti Provera damit dem neuen Management unter Guido Rossi. Provera war selbst Vorstandsvorsitzender der Telecom Italia, er hatte vor einem halben Jahr seinen Stuhl an Rossi weitergegeben.

Rossi will nach dem Bericht zwar weiterhin mit anderen Unternehmen über Allianzen sprechen, aber keine exklusiven Vereinbarungen abschließen. Als Gesprächspartner nannte der TI-Chef auf einem Analystentreffen "Unternehmen in Brasilien, Argentinien und Deutschland". Auch die Gespräche mit Telefonica würden wieder aufgenommen.

Tronchetti Provera kontrolliert über eine Finanzholding etwa 18 Prozent der TI-Aktien. Er hätte sich bei einem Einstieg der Spanier von seinen alten Übernahmeschulden befreien können. Zudem hatten Analysten von dem Zusammengehen Synergien und Einsparungen im operativen Bereich von 1,9 Milliarden Euro in fünf Jahren erwartet. (ll)