Millionenförderung für Rostocker Satellitenforschung
Der Bund unterstützt die weitere Arbeit der Raumfahrtunternehmen Mecklenburg-Vorpommerns am europäischen Navigationssystem Galileo.
Der Bund wird die Forschung und Entwicklung des europäischen Satellitennavigationssystems Galileo in Rostock mit 2,5 Millionen Euro fördern.
Der für den Aufbau Ost zuständige Bundesminister Wolfgang Tiefensee sagte am Freitag bei einem Besuch des Rostocker Technikunternehmens RST, dass in der Luft- und Raumfahrttechnik Mecklenburg-Vorpommerns hervorragende Vorarbeit geleistet worden sei. Viel Geld solle nun in Ostdeutschland in die Galileo-Anwendungsforschung investiert werden.
Im Zuge der RST-Forschung werden im Rostocker Hafen vier Sender aufgestellt, die Galileo-Signale aussenden. Der Empfänger dieser Signale, anhand derer sich der Standort punktgenau errechnet lässt, ist in der Versuchsphase ein Schiff des Fährunternehmens Scandlines. Galileo soll von 2010 an arbeiten. Dabei werden rund 30 Satelliten die Erde umkreisen und ähnlich dem US-amerikanischen GPS-Navigationssystem Ortungssignale senden.
"Wir erwarten viele Folgeaufträge, das ist ein gigantisch explodierender Markt", sagte Tiefensee. Von dem großen Kuchen sollen die neuen Länder möglichst viel abbekommen. In Rostock habe sich auf dem Gebiet der Satellitennavigation ein Cluster gebildet. Dies sei ein Wettbewerbsvorteil, der unbedingt genutzt werden muss. (dpa) / (anm)