BenQ will Aufspaltung bis Ende des Jahres abschließen

Die geplante Spaltung des BenQ-Konzerns in eine Auftragsfertigung und einen Markenhersteller soll nach Angaben von BenQ-Chef Lee bis Ende des Jahres über die Bühne gehen.

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Der taiwanische BenQ-Konzern will sich bis Ende des Jahres aufspalten. Wie BenQ-Chef Kun-Yao Lee dem Wall Street Journal (WSJ) bestätigte, läuft die geplante Aufspaltung in einen Hersteller von Markenelektronik und eine Auftragsfertigung nach Plan. Das Unternehmen hatte die Aufspaltung im vergangenen Jahr beschlossen. Dabei dürften Bedenken der Kunden der Fertigungssparte eine Rolle gespielt haben, mit ihren Aufträgen einen direkten Markenkonkurrenten zu stützen. Der Konzern war ursprünglich ein zur Acer-Gruppe gehörender Auftragshersteller und wurde 2001 mit einer eigenen Gerätemarke unter dem Namen BenQ selbstständig.

"In diesem Quartal beginnen wir, zwei virtuelle Unternehmen im Konzern aufzubauen. Beide Teile werden innerhalb einer rechtlichen Einheit wie völlig unabhängige Firmen operieren", erklärte BenQ-Chef Ken-Yao Lee im WSJ. Im Juni soll der Plan den Anteilseignern zur Genehmigung vorgelegt werden. Mit einer rechtskräftigen Teilung der Geschäftsbereiche rechnet Lee für das vierte Quartal.

Zu den Markenartikeln des Unternehmens gehören auch Handys. BenQ hatte die defizitäre Handysparte von Siemens 2005 einschließlich einer Mitgift von mehreren hundert Millionen Euro übernommen. Nach Umsatzrückgängen und weiteren Verlusten beim Marktanteil drehten die Taiwaner ihrer neuen Tochter rund ein Jahr später den Geldhahn zu. Ende September 2006 meldete BenQ Mobile Insolvenz an. (vbr)