Trekstor ebnet IT-Resellern den Weg zum eigenen eBook-Shop
Mit der Einführung des neuen eReader Pyrus unterstützt Trekstor Wiederverkäufer beim Aufbau eines eigenen eBook-Shops – der Hersteller zahlt eine Provision pro verkauften eBook. Bedingung ist die Abnahme einer Mindestmenge bei der Erstbestellung.
Das 6-Zoll-Display des Trekstor Pyrus bietet eine papierähnliche Lesequalität, auch bei Sonneneinstrahlung.
(Bild:Â Trekstor)
Trekstor kündigt mit dem Pyrus einen neuen eReader mit "Digital Ink" an. Im Vertrieb will der Hersteller aber nicht nur mit Buchhändlern wie Thalia oder Weltbild zusammenarbeiten, sondern auch mit dem IT-Fachhandel. Das Gerät kostet im VK rund 70 Euro und soll Resellern eine Marge von zirka zehn Prozent bieten. Der Pyrus markiert zudem den Auftakt zu einer neuen Produktgeneration. Über das Jahr hinweg sollen noch weitere Geräte bis hin zu Tablets folgen. Der Charme eines eReaders liegt für den IT-Handel aber vor allem im "Nachrüstgeschäft" – sprich im Verkauf von digitalen Büchern.
Das Herzstück ist die mitgelieferte Trekstor eReader-Software, die sowohl auf PCs wie auch Apple-Rechnern funktioniert. Neben einigen nützlichen Funktionen wie Firmware-Updates, möglichen Downloads und der Anzeige des noch verfügbaren Speicherplatzes bringt die Suite den Anwender auf den integrierten eBook-Shop. Hier kann der Kunde Bücher kaufen und downloaden. Wer den eReader beispielsweise bei Weltbild erwirbt, wird direkt in den Weltbild-Shop geleitet. Für über den übrigen Handel vertriebene Produkte hat Trekstor einen eigenen Shop eingerichtet, von dem aber auch Reseller profitieren sollen.
Händler erhalten bei einer Erstbestellung von 50 Stück eine zehnprozentige Provision auf die eBook-Käufe ihrer Kunden.
(Bild:Â Trekstor)
"Den klassischen IT-Handel unterstützen wir mit einem eBook-Shop", erklärt Shimon Szmigiel, Chief Executive Officer bei Trekstor. "Reseller erhalten einen bei Trekstor angedockten Untershop." Dafür müssen Wiederverkäufer in der Erstbestellung lediglich eine Mindestanzahl von 50 Stück abnehmen. Dafür erhalten sie einen speziellen Link über den die Buchkäufe der Kunden dem entsprechenden Händler zugeordnet und ordentlich abgerechnet werden können. "Am Buchumsatz seiner Kunden profitiert der Händler zwei Jahre lang mit einer zehnprozentigen Beteiligung", verspricht Szmigiel.
Das Geschäft mit eReadern entwickelt sich hierzulande stärker als von Experten vorhergesagt. Marktforscher hatten für 2011 einen Absatz rund 250.000 Stück erwartet. Tatsächlich wurden im vergangenen Jahr 1,2 Millionen eReader verkauft. GFK-Erhebungen attestieren Trekstor sogar die Marktführerschaft in Deutschland. Zusammen mit Weltbild setzte der Hersteller einen Reader mit Farbdisplay und Hintergrundbeleuchtung über 500.000 Mal ab. Das ist insofern interessant, als sich Farb-Reader insgesamt weniger gut verkaufen. Mit 59,99 Euro trifft der Preispunkt aber offensichtlich genau den Nerv der Kundschaft. Im Schnitt werden pro Reader Bücher im Wert von rund 100 Euro gekauft.
Auf einen genauen Forecast für 2012 wollte sich Trekstor offiziell nicht festlegen. Weltweit geht das Unternehmen aber wohl von einer siebenstelligen Stückzahl aus. Wobei das Gros der Verkäufe sich auf Europa konzentrieren werde. Alternate will als einer der ersten deutschen Reseller den Trekstor-Reader mit eigenem eBook-Shop anbieten. Fachhändler, die sich ebenfalls für dieses Angebot interessieren, sollten direkt Kontakt mit dem Trekstor-Sales (vertrieb@trekstor.de) aufnehmen. Der Hersteller verkauft direkt an den Handel, ohne zwischengeschaltete Distribution. (map)