Datenaustausch soll Kampf gegen Vogelgrippe beschleunigen
Grippeforscher und Verantwortliche des Gesundheitswesen haben sich jetzt darauf geeinigt, bislang unter Verschluss gehaltene Gen-Daten ĂĽber Vogelgrippe rasch untereinander auszutauschen.
Open Source gegen die drohende Pandemie: 70 Grippeforscher und Verantwortliche des Gesundheitswesens, darunter sechs Nobelpreisträger, haben sich jetzt darauf geeinigt, bislang unter Verschluss gehaltene Gen-Daten über Vogelgrippe rasch untereinander auszutauschen.
Bei GISAID, der Global Initiative on Sharing Avian Influenza Data, sollen künftig alle genetischen Daten gesammelt und kurzfristig in einer für alle beteiligten Wissenschaftler zugänglichen Datenbank zusammengetragen werden, um besser gegen die weitere Ausbreitung der Vogelgrippe und eine mögliche Gefährdung des Menschen gewappnet zu sein.
Bislang geben Forscher ihre Daten in der Regel erst nach Veröffentlichung in einem Fachmagazin frei. Manchmal horten sie ihre Erkenntnisse über Jahre, damit kein anderer ihnen zuvorkommen kann. So weigerten sich einige Regierungen in Asien und deren wissenschaftliche Institute beharrlich, Informationen preiszugeben. Zugang zu diesen genetischen Informationen hatten lediglich die 15 Labore, die dem Netzwerk der WHO angehören.
Siehe dazu Technology Review: (wst)