Asus-Mainboards zukünftig von Foxconn?
Asus plant, die Fertigung von Mainboards und Notebooks teilweise an Foxconn und Quanta auszulagern.
Erst kürzlich gab Asustek bekannt, ab Anfang 2008 seine Auftragsfertigung in zwei neugegründete Firmen auszugliedern. Während Pegatron die OEM-Produktion von PC-Komponenten übernimmt, stellt Unihan Gehäuse, Baugruppen und computerfremde Erzeugnisse für andere Firmen her.
Nach einem Bericht der Economic Daily News hat die Auftrennung in eigenständige Unternehmen nun auch Auswirkungen auf das bei der Muttergesellschaft verbliebene Geschäft unter eigener Marke. In Zeiten hoher Nachfrage will man zukünftig Asus-Mainboards und -Notebooks von anderen Auftragsfertigern produzieren lassen. Der frühere Konkurrent Quanta soll nach Angaben der in Taiwan beheimateten Zeitung den ersten Auftrag für die Produktion von Mobilcomputern übernehmen. Für die Mainboard-Fertigung plant Asustek mit Kapazitäten von Foxconn, der Marke des größten taiwanischen Auftragsfertigers Hon Hai.
Bereits in der Vergangenheit soll Asustek in Spitzenzeiten 20 bis 30 Prozent der Produktion seiner Systemplatinen an Fremdfirmen abgegeben haben. Damals vermutlich aber nicht an direkte Konkurrenz wie Quanta oder Foxconn. Deshalb werden nur geringe Auswirkungen auf das Geschäft von Pegatron erwartet, das sich eher auf die lukrativeren Großaufträge von Sony und Dell konzentriert. Ein weiteres Indiz für die knappen eigenen Produktionskapazitäten von Asus in diesem Bereich ist das gescheiterte Joint Venture mit Gigabyte, das neben Mainboards auch Grafikkarten fertigen sollte. (chh)