Weitere Aktionäre klagen gegen Apple
Wegen angeblich irreführender Angaben in den jüngsten Geschäftsberichten fühlen sich Aktionäre des Unternehmens geprellt und fordern Schadensersatz.
Aktionäre des Computerherstellers Apple haben eine Sammelklage gegen das Unternehmen eingereicht. Vor dem District Court for the Northern District of California beschuldigen sie Apple und einige seiner Manager, im Zusammenhang mit Untersuchungen über Aktienoptionen falsche Angaben gemacht beziehungsweise Angaben verschwiegen und damit gegen den Securities Exchange Act of 1934 verstoßen zu haben, heißt es in einer Mitteilung der von den Klägern beauftragten Kanzlei Kantrowitz, Goldhamer & Graifman.
Betroffen fühlen sich Aktionäre, die zwischen dem 1. Dezember 2005 und 11. August 2006 Apple-Papiere erworben oder verkauft haben. Nach den gängigen Bilanzierungsprinzipien hätte das Unternehmen die finanziellen Effekte durch Rückdatierungen von Aktienoptionen in seinen Bilanzen einfließen lassen müssen, heißt es zur Begründung der Klage. Doch in den Berichten an die Börsenaufsicht für das Geschäftsjahr 2005 und in den jüngsten vorläufigen Berichten seien sie nicht berücksichtigt worden. So sei der Bericht für die Aktionärshauptversammlung falsch und irreführend gewesen. Die klagenden Aktionäre fordern nun Schadensersatz in nicht genannter Höhe.
Apple hatte Ende Juni von Unregelmäßigkeiten mit Aktienoptionen in den Jahren 1997 bis 2001 berichtet. Dabei gehe es auch um eine später zurückgenommene Zuteilung an den CEO Steve Jobs, hatte es damals geheißen. Unabhängige Prüfer wurden eingeschaltet. Anfang Juli hatten Aktionäre wegen der Unregelmäßigkeiten Klage eingereicht. (anw)