Erneuerbare Energien erzwingen Umbau des Stromnetzes

Wenn der Anteil von erneuerbaren Energien an der Stromproduktion in Deutschland wie geplant bis 2020 auf 20 Prozent steigt, ist ein groĂź angelegter Umbau des Stromnetzes unausweichlich.

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Wenn der Anteil von erneuerbaren Energien an der Stromproduktion in Deutschland wie geplant bis 2020 auf 20 Prozent steigt, ist ein groĂź angelegter Umbau des Stromnetzes unausweichlich. Das berichtet das Technologiemagazin Technology Review in seiner aktuellen Ausgabe 09/2006 (seit heute am Kiosk oder hier portokostenfrei online zu bestellen).

"Wir kommen an immer mehr Stellen im Netz an die Grenze", sagt Konstantin Staschus, Geschäftsführer des Verbandes der Netzbetreiber (VDN). "Die deutschen Netzbetreiber werden bis 2020 etwa 40 Milliarden Euro in Ausbau und Modernisierung des Stromnetzes investieren." Nach Aussage von EU-Forschungskommissar Janez Potocnik schätzen Experten die nötigen weltweiten Investitionen sogar auf bis zu fünf Billionen Euro über die nächsten 20 bis 30 Jahre.

Ziel ist ein Stromnetz, in dem Erzeuger und Verbraucher sich ständig über Leistungsfähigkeit und Bedarf abstimmen und aufeinander reagieren können, wie etwa im Fall von so genannten virtuellen Kraftwerken. Aufgebaut aus Solarmodulen, Windrädern, Biomassekraftwerken oder Batteriespeichern sind diese Kraftwerke zweifach vernetzt: ein Netz für den Stromtransport und ein zweites für die Kommunikation zwischen allen Komponenten. Ein zentraler Computer kontrolliert Spannung und Frequenz des lokalen Stromnetzes. (wst)