Monster verliert Zähne
Der Online-Stellenbörsen-Betreiber Monster Worldwide streicht mit sofortiger Wirkung 15 Prozent seiner Vollzeitstellen. Betroffen sind rund 800 Mitarbeiter. Zuletzt hatte das Unternehmen einige Turbulenzen zu überstehen.
Der Betreiber der Online-Stellenbörse Monster.com, Monster Worldwide, wird mit sofortiger Wirkung 15 Prozent seiner Vollzeitstellen streichen. Betroffen sind rund 800 Angestellte vorrangig in Nordamerika, die in administrativen Bereichen arbeiten. Das Unternehmen erhofft sich davon Kostensenkungen von bis zu 170 Millionen US-Dollar pro Jahr. Im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres hatte Monster Worldwide deutliche Gewinneinbußen hinnehmen müssen. Trotz Steigerung des Umsatzes auf 331 Millionen US-Dollar (plus 20 Prozent) sank der Nettogewinn gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 28 Prozent auf 28,6 Millionen US-Dollar. Die operativen Kosten stiegen um mehr als ein Drittel auf rund 289 Millionen US-Dollar.
Der in 36 Ländern aktive Stellenvermittler hat zuletzt einige Turbulenzen zu überstehen. Zunächst verließ Mitgründer Andrew McKelvey das Unternehmen nach Ermittlungen der Staatsanwaltschaft und der US-Börsenaufsicht wegen Umdatierungen bei Aktienoptionen. Ende 2006 musste Monster Worldwide dann einräumen, dass die Bilanzen für die Jahre 1997 bis 2005 nicht korrekt sind. Der Nettogewinn für diesen Zeitraum wurde nachträglich um insgesamt 272 Millionen US-Dollar reduziert. Anfang April gab dann McKelvey-Nachfolger William Pastore seinen Chefposten nach nur knapp sechs Monaten mit sofortiger Wirkung wieder ab. Derzeit wird Monster Worldwide von Sal Iannuzzi geleitet, dem früheren CEO von Symbol Technologies, das inzwischen zu Motorola gehört. (pmz)