Digg.com will zur "Website für jedermann" werden

Gründer Kevin Rose: Politik überholt Technologiethemen.

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Das populäre "Social Media"-Webangebot Digg.com, bei dem Nutzer Themensetzung und Nachrichtenreihenfolge selbst bestimmen können, sieht sich auf dem Weg in den Mainstream. Gründer Kevin Rose sagte im Interview mit der Online-Ausgabe des Technologiemagazins Technology Review, "Themen für Geeks" seien nur im ersten Jahr der Seite, die 2004 gegründet wurde, Hauptfokus gewesen: "Politik ist bereits jetzt einer der populärsten Bereiche auf der Site und wird Technologie bald überholen. Da liegen unsere Wurzeln. Aber wir expandieren sehr stark in andere Bereiche."

Zur Frage, wie einfach sich Digg.com manipulieren lässt, sagte Rose: "Das System stellt Missbrauch fest. Unser Hauptjob ist es, die Plattform soweit zu entwickeln, dass sie Nachrichten und Videos auf die Homepage holt, die von einer sehr unterschiedlichen Menge an Nutzern 'gediggt' werden." Man wolle künftig sicherstellen, dass eine Geschichte auf der Digg.com-Homepage tatsächlich von Menschen nach vorne gebracht worden sei – "und nicht von Spammern, die ihre eigenen Links bewerben wollen".

Rose betonte die Macht der Nutzer von Digg.com auch gegenüber den Betreibern des Angebotes: "Die Nutzergemeinschaft widersetzt sich ganz sicher solchen Richtungsvorgaben. Wir haben ja nur eine Plattform gebaut. Es hängt nun vollständig von den Nutzern ab, was sie auf der Homepage sehen wollen." Eine Kontrolle sei schon deshalb nicht möglich, weil es an entsprechender interner Software mangele: "Es gibt Hunderttausende von Nutzern, die Geschichten diggen, kommentieren und bei uns posten. Wir wären gar nicht in der Lage, effizienten Code zu schreiben, der hierbei mithalten könnte."

Das ganze Interview mit Digg.com-Gründer Rose bei Technology Review online:

(bsc)