Hewlett-Packard baut über 400 Stellen am Standort Böblingen ab

Der starke Preisdruck und die verhaltene Investitionsbereitschaft hätten im Jahr 2005 angehalten und den Druck auf die Anbieter am deutschen Markt weiter verstärkt, hieß es bei Hewlett-Packard in Deutschland.

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  • dpa

Der Technologiekonzern Hewlett-Packard (HP) will im Rahmen seines angekündigten Personalabbaus 442 von 3400 Stellen in seiner Deutschlandzentrale Böblingen streichen. Wie Deutschland-Chef Uli Holdenried am Donnerstag in Stuttgart sagte, sei der Stellenabbau notwendig, um die Kostenstrukturen des Unternehmens zu verbessern. Insgesamt sollen wie schon länger bekannt 1500 der 9100 HP-Stellen in Deutschland bis 2007 wegfallen.

Der Stellenabbau bei der deutschen Tochter des US-Computerriesen soll in zwei Phasen stattfinden. Deshalb sollen in Böblingen nach Medienberichten später nochmals rund 200 Jobs gestrichen werden. Ein HP-Sprecher nannte dies Spekulation.

Geschäftsleitung und Betriebsrat haben ein Abfindungsprogramm vereinbart. Es sieht nach Angaben von HP je nach Alter und Betriebszugehörigkeit Abfindungszahlungen bis zu 300.000 Euro vor. HP hat angekündigt, im Rahmen eines Restrukturierungsprogramms weltweit knapp 15.000 Stellen zu streichen.

Der Umsatz der Hewlett-Packard GmbH sei im Geschäftsjahr 2004/05 (31.10.) unverändert bei 5,4 Milliarden Euro geblieben. Unter Berücksichtigung der Umsätze mit europäischen Partnern und der neu erworbenen Triaton GmbH habe der Deutschland-Umsatz 5,7 Milliarden betragen (plus zehn Prozent). Holdenried sagte, der Gewinn von HP liege auf Grund einmaliger Sondereffekte unter dem des Vorjahres. Einzelheiten wurde nicht genannt.

Der starke Preisdruck und die verhaltene Investitionsbereitschaft hätten im Jahr 2005 angehalten und den Druck auf die Anbieter am deutschen Markt weiter verstärkt. Deutschland sei derzeit einer der schwierigsten Märkte für IT-Anbieter weltweit, sagte der Manager. HP zeigte aber sich mit dem Verlauf des vergangenen Geschäftsjahrs zufrieden. Die Bereiche Server und Speichersysteme, sowie das Geschäft mit Notebooks hätten sich positiv entwickelt. 2006 will das Unternehmen das Wachstum in seinen Kernbereichen Technologielösungen, Personal Systems sowie Drucken- und Bildbearbeitung erhöhen. (dpa) / (jk)