Überarbeiteter Breitbandatlas ist online
Der Atlas gibt mit aktualisierten Daten Aufschluss über die Verfügbarkeit schneller Internetzugänge in einzelnen Kommunen sowie deren Anbieter und die eingesetzten Zugangstechnologien.
Die Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Wirtschaft und Technologie Dagmar Wöhrl hat am vergangenen Freitag auf der IFA in Berlin den Startschuss für den überarbeiteten Breitbandatlas gegeben. Der Atlas gibt Aufschluss darüber, inwieweit schnelle Internetzugänge in den einzelnen Kommunen Deutschlands verfügbar sind und welche Provider welche Zugangstechnologien anbieten.
"Wir wollen mit dem Breitbandatlas mehr Markttransparenz schaffen und das Potenzial der alternativen Zugangstechnologien aufzeigen", sagte Wöhrl anlässlich der Vorstellung des erneuerten Angebots. Noch immer gibt es weiße Flecken auf der Deutschland-Karte und auch der Wettbewerb zwischen den Breitband-Technologien ist bisher schwach entwickelt. Nach dem Wunsch der Bundesregierung soll bis 2008 ein breitbandiger Internetzugang für 98 Prozent aller Haushalte verfügbar sein, sei es über Festnetz (DSL), das TV-Kabel oder terrestrische Funktechnologien.
Dass es bis dahin noch ein weiter Weg ist, weiß auch Jürgen Grützner vom Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten (VATM). Der Verbandschef begrüßte die Neuauflage der Breitband-Übersicht daher ausdrücklich. Der Atlas schaffe Transparenz und zeige deutlich, dass der deutsche Breitbandmarkt überwiegend ein DSL-Markt sei. In über 11 Prozent aller Gemeinden gebe es allerdings noch kein DSL. "Das ist für diese Gebiete ein enormer Standortnachteil", gibt Grützner zu bedenken. Für eine Breitbandanbindung ländlicher Gebiete böten sich daher insbesondere Lösungen über Funk oder Satellit an.
Der Breitbandatlas wurde im Juli vergangenen Jahres erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Er ist Teil des vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie initiierten Portals "Zukunft Breitband". Die von 214 Anbietern beigesteuerten und grafisch aufbereiteten Daten sollen einen bundesweiten Überblick über die Verbreitung der unterschiedlichen Zugangstechniken geben. (vbr)