Giesecke & Devrient kooperiert mit Nanogate

Im Rahmen der Kooperation sollen Produkte entwickelt und vermarktet werden, die vom Markenschutz bis zum Hochsicherheitsdruck reichen.

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  • dpa

Der Banknotendruck- sowie Chipkartenkonzern Giesecke & Devrient und das Saarbrücker Nanotechnologieunternehmen Nanogate wollen verstärkt bei der Entwicklung von Sicherheitstechniken zusammenarbeiten. Die Partner hätten auf der Basis der bereits bestehenden Geschäftsbeziehungen einen langfristigen Kooperationsvertrag geschlossen, teilte die Nanogate AG heute in Saarbrücken mit. Im Rahmen der Kooperation sollen Produkte entwickelt und vermarktet werden, die vom Markenschutz bis zum Hochsicherheitsdruck reichen.

Der internationale Technologiekonzern Giesecke & Devrient ist nach Darstellung von Nanogate Weltmarktführer im Bereich der Sicherheitstechnik. Er ist einer von mehreren Herstellern, die die geplante elektronische Gesundheitskarte entwickeln. Nanogate selbst entwickelt und produziert Materialien auf Basis der Nanotechnologie. Es entstehen beispielsweise ultradünne Schichten mit hoher Dauerhaftigkeit, die die Eigenschaften der ursprünglichen Oberfläche nicht wesentlich verändern. Anwendungen gibt es etwa in der Automobilindustrie oder bei Sanitärkeramik.

Nanogate soll den Angaben zufolge in den kommenden Jahren zusammen mit dem neuen Partner verschiedene neue Techniken entwickeln, die in Giesecke-&-Devrient-Produkten eingesetzt werden sollen. Der Kooperationsvertrag sieht dabei vor, dass der Partner Technik- und Know-how-Bausteine von Nanogate nutzen kann. "Der Bedarf nach neuen Lösungen im Bereich der Fälschungssicherheit steigt stetig", sagte der Vorstandschef der Nanogate AG, Ralf Zastrau. Nach Schätzungen der Welthandelsorganisation mache der Anteil gefälschter Waren bereits rund 13 Prozent des gesamten Welthandels aus.

Nanogate hatte im Geschäftsjahr 2006 bei Umsatz und Ergebnis stark zugelegt. Nach vorläufigen Zahlen von Anfang März stieg der Konzernumsatz im Vorjahresvergleich um 64 Prozent auf rund 7,83 Millionen Euro. Bereinigt um außerordentliche Effekte wie die Kosten für den Börsengang im Oktober betrage das Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) etwa 1,02 Millionen Euro, was einem Plus von 168 Prozent im Vergleich zum Jahr 2005 entspreche. (dpa) / (anw)