Sachsen-Anhalt bremst bei Biotechnologie
Die Erwartungen in die Biotechnik-Branche wurden nicht erfüllt, meint Sachsen-Anhalts Wirtschaftsminister. So sei die Zahl der Arbeitsplätze, die in der Branche geschaffen wurden, weit geringer als erwartet.
- JĂĽrgen Kuri
Sachsen-Anhalts Wirtschaftsminister Reiner Haseloff (CDU) tritt bei der 2003 gestarteten Biotechnologie- Offensive des Landes einem Zeitungsbericht zufolge auf die Bremse. Angesichts sinkender Fördermittel könnten nur noch erfolgsträchtige Projekte finanziert werden, sagte Haseloff der Mitteldeutschen Zeitung. "Die Euphorie hat sich, ähnlich wie in der Informationstechnologie-Branche, relativiert. Da wurde einiges überzogen dargestellt", sagte der Wirtschaftsminister.
So sei die Zahl der Arbeitsplätze, die in der Branche geschaffen wurden, weit geringer als erwartet. War bislang immer von 700 neuen Jobs die Rede, sind nach einer Studie der Investitions- und Beteiligungsgesellschaft (IBG) des Landes lediglich 400 Stellen entstanden. Die IBG investierte dafür 65,5 Millionen Euro. In der Biotechnologie geht es vor allem um Forschung, zum Beispiel in der Medizin oder mit gentechnisch veränderten Pflanzen. Haseloff sieht hingegen den Schwerpunkt im Land in der Lebensmittelbranche. (jk)