BenQ-Chef bietet RĂĽcktritt an
K. Y. Lee hat nach hohen Verlusten seines Unternehmens heute sein Amt zur Verfügung gestellt. Der BenQ-Verwaltungsrat lehnte dies ab.
Der Chef des Elektronikkonzerns BenQ, K. Y. Lee, hat seinen Rücktritt angeboten. Nach den hohen Verlusten im vergangenen Jahr habe K. Y. Lee am Morgen sein Amt zur Verfügung gestellt, sagte Vize-Präsident Jerry Wang heute in Taipeh laut dpa. Der Verwaltungsrat habe dies aber abgelehnt. K.Y. Lee solle BenQ so schnell wie möglich in die Gewinnzone zurückführen.
Im vergangenen Geschäftsjahr sprang der BenQ-Verlust von 5,23 Milliarden auf 27,61 Milliarden Taiwan-Dollar (626 Millionen Euro), was die Gesellschaft unter anderem mit Belastungen durch die Pleite der deutschen Handy-Tochter begründete. Derzeit untersucht Taiwans Finanzaufsicht, ob Top-Manager des Unternehmens BenQ-Aktien verkauft haben, bevor der Elektronikkonzern im September die Insolvenz seiner deutschen Handy-Tochter erklärte.
BenQ hatte im vergangenen Jahr die FinanzzuschĂĽsse fĂĽr die im Jahr 2005 ĂĽbernommene Siemens-Mobilfunksparte eingestellt und damit die Tochter in die Insolvenz geschickt. Der Umsatz von BenQ kletterte im vergangenen Jahr von 162 Milliarden auf 199 Milliarden Taiwan-Dollar (4,51 Milliarden Euro). FĂĽr das laufende Quartal rechnet BenQ mit einem leichten UmsatzrĂĽckgang gegenĂĽber den Monaten Oktober bis Dezember. (anw)