Gespräche über Sozialplan bei Mobilcom erst 2006

"Entsetzt, überrascht und enttäuscht" sind die Mobilcom-Beschäftigten laut Betriebsrat über den geplanten Stellenabbau, der ausgerechnet kurz vor Weihnachten bekannt wurde.

vorlesen Druckansicht 25 Kommentare lesen
Lesezeit: 1 Min.
Von
  • dpa

Das Telekommunikations-Unternehmen Mobilcom wird über einen Sozialplan für den vorgesehenen Stellenabbau erst im neuen Jahr verhandeln. Das sagte der Sprecher der Geschäftsführung, Patrick Möller, heute in Büdelsdorf bei Rendsburg. Bis zu 15 Prozent der zurzeit knapp 1600 Mobilcom-Stellen in Büdelsdorf und Erfurt sollen gestrichen werden. Die genaue Anzahl stehe noch nicht fest, sagte Möller. Der Abbau werde aber "alle Bereiche betreffen". Es gebe bislang kein Datum für mögliche Entlassungen, da noch offen sei, wie lange die Verhandlungen dauerten.

Nach Angaben des Betriebsratsvorsitzenden Thomas Schrader sind die Arbeitnehmer "entsetzt, überrascht und sehr enttäuscht", zumal der Stellenabbau kurz vor Weihnachten bekannt geworden sei: "Es scheint eine Unart deutscher Manager geworden zu sein, Entlassungen als Geschenke den Belegschaften zu überreichen." Nach den Worten von Schrader ist die Ankündigung "zunächst einmal das Ideenpapier eines externen Beraters". Wie der Vorschlag der Unternehmensberatung umgesetzt werden soll, sei völlig offen. Die Studie entbehre "im Moment jeder Grundlage", sagte Schrader. Das Konzept habe "weder Hand noch Fuß". Fast 200 Mitarbeiter könnten nicht ohne einen vorliegenden Geschäftsplan 2006 "einfach so rausgeschmissen werden", meinte er. (dpa) / (anw)