Biometrie mit Lebendigkeits-Check

Forscher arbeiten an einer Gesichtserkennung, die BetrĂĽgereien mit Fotos zielsicher ausfiltern kann.

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Moderne Gesichtserkennungsverfahren sind erstaunlich leicht auszutricksen: Biometrische Systeme besitzen oft nur rudimentäre Technologien, echte Menschen von einem Foto zu unterscheiden. Will man die Gesichtserkennung zur Zugangskontrolle etwa in einer Firma verwenden, gilt deshalb normalerweise das Prozedere, dass dies nur im Beisein von Sicherheitsbeamten geschieht.

Forscher an der Universität im schwedischen Halmstad wollen das nun ändern, berichtet das Technologiemagazin Technology Review in seiner Online-Ausgabe: Sie arbeiten an einem Verfahren, das Fotos und Videoaufnahmen zielsicher von einer echten Person unterscheiden kann. Dabei wird der so genannte "Optical Flow" gemessen – die Bewegung von Gesichtsteilen im dreidimensionalen Raum, die bei Fotos auch dann anders sind, wenn der Betrüger das Bild umbiegt.

Laut Forschungsleiter Josef Bigun lässt sich sein System nur noch dann aushebeln, wenn ein Betrüger eine genaue 3D-Maske eines Gesichtes tragen würde. "Jemand, der einen Make-up-Spezialisten aus Hollywood kennt, bekommt das vielleicht hin. Ein ganz normaler Durchschnittsganove aber wohl kaum", kommentiert Michael Jones, Spezialist für Bilderkennungssysteme bei den Mitsubishi Electric Research Laboratories im amerikanischen Cambridge.

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(bsc)