Microsoft verzichtet aufs TV-Kabel und forciert MSN

Microsoft zieht seine Bewerbung um eine Beteiligung am Kabelnetz der Deutschen Telekom zurĂĽck und plant den Ausbau seines Online-Dienstes MSN.

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Microsoft zieht seine Bewerbung um eine Beteiligung am Kabelnetz der Deutschen Telekom zurück. Dies erklärte der Chef der deutschen Microsoft-Tochter, Richard Roy, gegenüber der Süddeutschen Zeitung. Unter den gegebenen Bedingungen rentiere sich eine Beteiligung für Microsoft nicht. Gründe dafür seien neben dem Preis auch andere Faktoren, wie der Einzelverkauf der Teilnetze und Forderungen der Bundesländer. Die Netze müßten zudem technisch ausgebaut werden, um Daten- und Sprachdienste anbieten zu können. Gleichzeitig begegne die Telekom bereits jetzt durch den Ausbau des herkömmlichen Telefonnetzes, etwa mit der ADSL-Technik zur schnellen Datenübertragung, einem möglichen Wettbewerb. Der muss sich sowieso noch gedulden, da die Telekom mit dem Verkauf der Teilnetze bis zum kommenden Jahr warten will, um von der geplanten Unternehmenssteuerreform zu profitieren.

Microsoft ziehe es vor, den Online-Dienst MSN (Microsoft Network) weiter auszubauen, erklärte Roy gegenüber der Zeitung. Der Dienst soll mittelfristig nach T-Online und AOL den dritten Platz in Deutschland erreichen. Details der neuen MSN-Strategie will Microsoft am kommenden Donnerstag bekannt geben. (ad)