ATIs Gewinn bricht weg
Im ersten Quartal seines Finanzjahres 2006 konnte der kanadische Grafikspezialist bei leicht gesunkenen Einnahmen kaum noch einen Reingewinn verbuchen.
ATI muss für das abgelaufene erste Quartal seines Finanzjahres 2006 schwere Gewinneinbußen verzeichnen. Während Konkurrent Nvidia auf Erfolgskurs fährt, kam der kanadische Grafikspezialist mit 591 Millionen US-Dollar auf 4 Prozent weniger Umsatz als im Vorjahresquartal. Im selben Zeitraum regelrecht eingebrochen ist ATIs Reingewinn, der von ehemals 64 Millionen auf knapp 7,6 Millionen US-Dollar zurückging – von 34 auf 28,7 Prozent entsprechend gefallen ist auch die Bruttomarge. Immerhin kam im Unterschied zum Vorquartal wieder ein Gewinn zu Stande.
ATI führt das schlechte Ergebnis auf das schwächelnde Geschäft mit Grafikchips für den PC-Markt zurück, das rund 80 Prozent zum Umsatz beiträgt. Der kürzlich vorgestellte Highend-Grafikchip X1000 kam zu spät auf den Markt und konnte die Quartalszahlen nicht mehr aus dem Keller holen. Die Einnahmen aus dem Geschäft mit Mainboard-Chipsätzen verdreifachten sich hingegen und auch der Quartalsumsatz bei Chips für Handhelds und TV-Geräte stieg um 31 Prozent. (mhe)