Gewerkschaft setzt Streik bei Sparkassen-Informatik fort

Der Arbeitskampf bei dem IT-Dienstleister geht nun in die zwölfte Woche.

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Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di hat die Beschäftigten der Sparkassen-Informatik (SI) zu einer Fortsetzung des Streiks aufgerufen. Die Arbeit solle parallel zu den laufenden Einigungsstellenverfahren von heute bis zum 10. August an den Standorten Köln, Duisburg, Mainz und Karlsruhe niedergelegt werden, teilt ver.di mit. Auch sind Kundgebungen vor Sparkassen in Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz geplant. Morgen um 12:30 Uhr soll die Hauptkundgebung vor der Zentrale der Sparkassen-Informatik in Frankfurt am Main stattfinden. Dort berät die – vom Arbeitgeber gerichtlich erzwungene Einigungsstelle – über einen Interessenausgleich. Die SI-Geschäftsführung habe bislang keine Gesprächsbereitschaft erkennen lassen, beklagt die Gewerkschaft.

Der Arbeitskampf geht mittlerweile in die zwölfte Woche und ist nach Gewerkschaftsangaben bisher der größte Konflikt in einem deutschen IT-Dienstleistungsunternehmen. Ende vorigen Jahres war bekannt geworden, dass die SI die vier Standorte, an denen nun wieder gestreikt wird, schließen will. Von den rund 3400 SI-Beschäftigten wären laut Gewerkschaftsangaben 1400 von den Standortschließungen betroffen. ver.di lehnt die Schließungen strikt ab und setzt sich für den Erhalt von Arbeitsplätzen und einen Sozialtarifvertrag ein. Rund 50 Prozent der Betroffenen müssten aus dem Unternehmen ausscheiden – auch durch Kündigungen, schreibt ver.di. (anw)