Palm steigert seinen Umsatz

Marktbeobachter hatten erwartet, mit den Bilanzen würde der PDA-Hersteller auch seine Übernahme bekannt geben. Doch daraus wurde gestern nichts.

vorlesen Druckansicht 2 Kommentare lesen
Lesezeit: 2 Min.

In den vergangenen Tagen schossen Spekulationen darüber ins Kraut, mit den Zahlen für das dritte Quartal seines Geschäftsjahres würde der PDA- und Smartphone-Hersteller Palm am Donnerstag auch das Ende seiner Eigenständigkeit bekannt geben. Als mögliche Käufer wurden unter anderem Motorola und Nokia gehandelt. Nun ist der Donnerstag vorbei, der Gerüchtenebel hat sich gelichtet, Palm hat lediglich seine Zahlen veröffentlicht.

410,5 Millionen US-Dollar betrug der Umsatz gegenüber 388,5 Millionen im Vergleichsquartal des Vorjahres. Der Nettogewinn ging hingegen von 29,9 Millionen auf 11,8 Millionen US-Dollar zurück. Palm berücksichtigte dabei Sonderkosten von 9,7 Millionen US-Dollar. 738.000 Smartphones konnte das Unternehmen absetzen, das sei 30 Prozent mehr als im Vorjahresvergleich und ein Quartalsrekord, teilt Palm mit.

Mit seinen Zahlen hat Palm die Erwartungen der Analysten übertroffen, allerdings sind diese nicht mit dem Ausblick zufrieden, schreibt das Wall Street Journal. Der Umsatz im laufenden vierten Quartal werde 400 Millionen bis 410 Millionen US-Dollar betragen, der Gewinn je Aktie 0,10 bis 0,13 US-Dollar je Aktie. Die Zeitung berichtet auch, während der Bilanzpressekonferenz seien die Palm-Verantwortlichen nicht auf Nachfragen nach möglichen Übernahmen eingegangen.

Derweil kommen gute Nachrichten für Palm aus Virginia. Dort hat Bezirksrichter James R. Spencer die Verhandlung der im November 2006 eingereichten Klage von NTP wegen angeblicher Patentverletzungen ausgesetzt. Palm begrüßt die Entscheidung. Das Unternehmen zeigte sich zuversichtlich, dass das US-Patentamt zu dem Schluss kommt, die fraglichen NTP-Patente für ungültig zu erklären. (anw)